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Deutschland

Dreiste Masche als falsche Juden - So sollen Chinesen an deutsche Pässe gekommen sein

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Dreiste Masche als falsche Juden - So sollen Chinesen an deutsche Pässe gekommen sein

Düsseldorf – 32 Menschen, hauptsächlich aus China, haben sich in Deutschland offenbar mit gefälschten Dokumenten als Nachfahren von NS-Opfern ausgegeben. Ihr Ziel: die deutsche Staatsbürgerschaft. In vielen Fällen soll das sogar gelungen sein! Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und das Bundeskriminalamt ermitteln.

Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen die Verdächtigen eine Regelung missbraucht haben, die eigentlich der „historischen Wiedergutmachung“ dient. Sie reichten demnach beim Bundesverwaltungsamt in Köln gefälschte Dokumente ein, um sich als Nachfahren von NS-Opfern auszugeben. Bei Anträgen auf die sogenannte Wiedergutmachungseinbürgerung können Menschen wieder eingebürgert werden, denen zwischen 1933 und 1945 die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde – ebenso ihre Nachfahren. Unfassbar: Etwa die Hälfte der 32 Verdächtigen soll bereits die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben!

Die Brisanz des mutmaßlichen Betrugs zeigt ein besonders drastischer Fall: Ein chinesischer Staatsbürger, der des Mordes beschuldigt wird, hat so laut „Spiegel“ einen deutschen Pass bekommen.

Ein konkretes Beispiel: Eine Familie mit dem chinesischen Nachnamen Wong soll sich als Nachfahren eines jüdischen Ehepaars namens Süßkind ausgegeben haben. Karl Siegfried Süßkind und Gertraud Süßkind flohen während der NS-Zeit aus Deutschland. Die echten Nachfahren der Süßkinds bestätigten gegenüber dem „Spiegel“: Die Wongs sind nicht mit dieser Familie verwandt.

Allein im Jahr 2025 erhielt das Bundesverwaltungsamt über 14.000 Anträge auf Wiedergutmachungseinbürgerung.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Rechtshilfe von israelischen und kanadischen Behörden erbeten. Auch die britische Einwanderungsbehörde ist beteiligt.

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