"Keine gute Nachbarschaft": Griechenland: türkische Meeresschutzgebiete sind "illegal"
Die Türkei veröffentlicht neue Meeresschutzgebiete und Griechenland reagiert prompt. Die ausgewiesenen Bereiche würden in internationalen Gewässern liegen und bis auf griechisches Gebiet vordringen, so die Regierung in Athen. Das Verhältnis der beiden Länder ist in letzter Zeit wieder angespannter.
Die griechische Regierung hat zwei von der Türkei angekündigte Meeresschutzgebiete als "illegal" kritisiert. Die per Dekret aus Ankara als Schutzgebiet ausgewiesenen Bereiche befänden sich zum Teil "in internationalen Gewässern" und reichten "bis auf das griechische Kontinentalschelf", teilte das Außenministerium in Athen mit. Das türkische Dekret habe deshalb "keinerlei rechtliche Wirkung".
Die Türkei hatte das Vorhaben in ihrem Amtsblatt veröffentlicht. Eines der Schutzgebiete soll sich demnach auf rund 21.700 Quadratkilometern vor der türkischen Küste zwischen den Orten Fethiye und Kas erstrecken. Es liegt südöstlich der griechischen Insel Rhodos. Das zweite, deutlich kleinere Gebiet umfasst 1742 Quadratkilometer im Norden der Ägäis, in der Nähe der Dardanellen und der Insel Gökceada.
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