Antikommunismus in den USA: Wenn nix mehr geht, geht rote Angst
Das US-Außenministerium veröffentlichte Ende Juli einen einhundert Seiten langen Bericht , der den Titel Kuba – Die Hochburg des Kommunismus im 21. Jahrhundert trägt. In düstersten Tönen wird darin vor dem karibischen Inselstaat gewarnt, der weniger ein Staat sei, sondern vielmehr eine »allumfassende Geheimdienst- und Subversionsoperation«, die einen revolutionären Kampf gegen die USA verfolge.
Es ist ein skurriles Dokument. Viele Stellen lesen sich wie von ChatGPT geschrieben, so vage ist die Argumentation. Andere Stellen wirken paradoxerweise wie kubanische Propaganda, so wirkmächtig wird die Regierung in Havanna dargestellt. Die USA würden seit Jahrzehnten von Kuba untergraben, heißt es, etwa durch die Infiltrierung amerikanischer Behörden und Universitäten. Von der Kongressabgeordneten Maxine Waters über den Medienstar Hasan Piker bis zu New Yorks neuem Bürgermeister Zohran Mamdani seien zahlreiche linke Akteure mit Kuba verbandelt oder zumindest ideologisch von dem Land inspiriert. Auch viele der jüngeren Bewegungen in den USA gingen auf »kubanischen Einfluss« zurück, etwa die Black-Lives-Matter-Proteste im Frühsommer 2020 oder die Campusbesetzungen in Solidarität mit der Bevölkerung in Gaza.
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