Kolumne: Ganz naher Osten: Kein Westgeld für Jammerossis!
Warum eigentlich nur Ostdeutsche die AfD wählen, wieso das mit der Mauer vielleicht gar keine schlechte Idee war und weshalb dies endlich mal gesagt werden muss.
Oder? Ich kann auch nur raten, was nach dem 6.
September in Sachsen-Anhalt geschieht, oder zwei Wochen später in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Ausnahmsweise lässt sich der AfD nicht widersprechen, wenn sie plakatiert: „Alles ist möglich.“ Ich gehe das noch mal kurz durch.
In Schwerin könnte die SPD‑Ministerpräsidentin ihren Amtsbonus-Turbo ausreizen, eine Mehrheit zusammenklöppeln und ihre SPD aufrichten.
In Berlin könnte die Lazarus-Linke ihre Anfang 2025 begonnene Wiederauferstehung mit dem Einzug ins Rote Rathaus krönen.
Und in Magdeburg, oje, könnte die AfD allein regieren – oder eher extrem dilettieren.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es überall zu einem großen Durcheinander kommt, das sich nur schwer sortieren lassen wird.
Das liegt vorrangig daran, dass das deutsche Parteiensystem zunehmend dysfunktional wirkt.
Die Union will nicht mit der Linken und nur notfalls mit den Grünen – und alle wollen nicht mit der AfD.
Das ist begründbar, und im Fall der AfD sogar nötig.
Aber es führt immer öfter in die Selbstblockade.
Wie sich das Dilemma auflösen ließe? Ich weiß es nicht.
Dafür ist es ja ein Dilemma.
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