Helfen oder nicht?: Igeljunge sind schutzbedürftig – doch gut gemeinte Hilfe schadet oft
Im Spätsommer gehen Igelkinder auf Entdeckungstour.
Was Sie jetzt tun (und lassen) sollten, um die Jungtiere zu unterstützen.
Immer wieder werden junge Igel von tierlieben Menschen ins Haus geholt oder zu Auffangstationen gebracht.
Dabei handelt es sich jedoch oft um falsch verstandenen Tierschutz.
Igel dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nicht gefangen werden.
Eine Entnahme aus der Natur ist nur in absoluten Ausnahmen erlaubt – etwa, um verletzte oder eindeutig kranke Tiere zu pflegen.
Wann so eine Ausnahmesituation gegeben ist, können Laien nur schwer einschätzen.
Entdeckt man im Spätsommer kleine Igel im Garten, die womöglich sogar nach ihrer Mutter rufen, erweckt das Mitleid.
Oft ist dieses Verhalten aber vollkommen natürlich.
Igeljunge erkunden schon früh die Welt Blind, taub und mit weichen, weißen Stacheln kommt der Igelnachwuchs auf die Welt, ein Wurf umfasst durchschnittlich fünf Junge.
Augen und Ohren öffnen sich im Schutz des Nestes nach etwa zwei Wochen, frühestens mit drei Wochen unternehmen die Kleinen erste Ausflüge mit der Mutter.
In der nächsten Zeit lernen sie ihre Umgebung kennen und begeben sich vermehrt eigenständig auf Futtersuche. „Manchmal verliert ein Igeljunges bei all den kulinarischen Verlockungen den Überblick und findet den Weg zum Nest nicht mehr zurück", schreibt die Deutsche Wildtier Stiftung .
Mit leisen Pieplauten ruft es dann nach der Mutter, die ihr Junges wieder einsammelt.
Störungen am Nest unbedingt vermeiden Brenzlig wird es für junge Igel meistens erst, wenn die Mutter nicht zurückkehrt.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.