Drei Spiele, drei Siege - Drei heiße Gründe für das Hertha-Hoch
Was ist bloß mit Hertha BSC passiert? Die ersten drei Zweitligaspiele wurden gewonnen (1:0 in Bochum, 4:1 gegen Heidenheim, jetzt 5:3 in Braunschweig ), der Startrekord von Ex-Trainer Pal Dardai (50/drei Siege zum Start) aus der Saison 2016/17 konnte eingestellt werden und man erzielte bereits 10 Tore. Die neue Hertha – sie ist jung, stürmisch und unglaublich torhungrig.
Hertha-Trainer Stefan Leitl , der heute seinen 49. Geburtstag feiert, sagte nach dem Comebacksieg bei der Eintracht (von 0:2 auf 5:3): „Das war fantastisch, großes Lob an die Jungs.“ Zu Recht! Die jungen Wilden (Gouram, Adewumi, Eitschberger, Alfa-Ruprecht) geben den Berlinern jede Menge Power. Rechtsverteidiger Julian Eitschberger (22): „Man hat gesehen, welche Energie wir auf den Platz bringen können.“
Da ist auch der neue, stürmische Spielstil. Bei Ballgewinn wird sofort nach vorne gespielt, es gibt kein Quergeschiebe mehr. Mittelfeldstratege Paul Seguin (31): „Es macht gerade extrem Spaß! Der Wechsel zum neuen Spielstil ist uns geglückt.“ Stimmt, das beweisen auch die 10 Treffer zum Start. Alle Spieler suchen den Abschluss, jeder kämpft für den anderen. Hertha ist nach den 15 Abgängen zu einem verschworenen Haufen zusammengewachsen.
Auch ein Verdienst von Neu-Kapitän und Anführer Josip Brekalo (28). Er macht sein Team vorm Anpfiff immer heiß, klatscht jeden persönlich ab, umarmt alle und geht voran. In Braunschweig erzielte er zwei Treffer, bereitete einen weiteren vor (BILD‑Note 1). Er sagt: „Wir sind als Mannschaft sehr eng zusammengewachsen und haben uns vorgenommen, immer alles rauszuhauen. Ich bin einfach sehr stolz, der Kapitän von so einer Mannschaft zu sein. Natürlich macht es mich noch glücklicher, wenn ich dem Team mit Toren und Vorlagen helfen kann.“
Die neue Hertha macht einfach Spaß – auch den Fans. Sie feierten die Mannschaft noch 45 Minuten nach dem Sieg, holten sie mit ihren Gesängen sogar noch mal aus der Kabine heraus. Und wurden dafür belohnt. Alle Spieler feierten minutenlang mit den mitgereisten Anhängern, sangen, tanzten und schenkten ihnen anschließend ihre Sieger-Trikots.
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