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Emotionaler Wechsel nach Aachen - Oehmichens geheime Dynamo-Botschaft

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Emotionaler Wechsel nach Aachen - Oehmichens geheime Dynamo-Botschaft

Der Abgang von Jonas Oehmichen (22) war ein extrem emotionaler. Schließlich verliert Dynamo Dresden mit seinem Wechsel nach Aachen nicht nur ein großes Talent, sondern auch ein echtes Eigengewächs.

Entsprechend fielen auch die Reaktionen aus. „Ich möchte vor allem Danke sagen“, erklärte Oehmichen selbst in einer Video-Botschaft in den sozialen Netzwerken. „Vor 15 Jahren bin ich als kleiner Junge zu Dynamo gekommen, um Spaß zu haben. Daraus hat sich ganz schnell eine Leidenschaft entwickelt. Und ein klares Ziel: hier Fußball-Profi zu werden und in diesem Stadion spielen zu dürfen. Diese Möglichkeit hat mir der Verein gegeben. Das erreicht zu haben, war unglaublich und atemberaubend. Dynamo Dresden ist mein Herzensverein.“

Dass das nicht nur so dahergesagt ist, beweist auch eine geheime Botschaft, die in Zukunft bei all seinen Spielen sichtbar ist: Der Mittelfeldmann hat sich in Aachen ganz bewusst für die Rückennummer 44 entschieden, weil das übersetzt auf die Reihenfolge des Alphabets für „DD“ steht – eine Hommage an den Klub, der sein Leben geprägt und ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er jetzt ist.

Auch den Dynamo-Bossen ist es nicht leicht gefallen, den Youngster ziehen zu lassen . „Wir haben in den zurückliegenden Wochen klar betont, dass wir mit Oehmi in die Zukunft gehen wollten und ihn für den harten Konkurrenzkampf auf seiner präferierten Position im zentralen Mittelfeld fest eingeplant hatten“, versichert Sören Gonther.

Der Sportchef stellt aber auch klar: „In den zurückliegenden Tagen kam Oehmi dann mit dem deutlichen Wunsch auf uns zu, den Verein zu verlassen und in Aachen seine nächsten Schritte zu gehen. Er hat über viele Jahre alles für Dynamo gegeben – entsprechend galt es für uns, wenn nicht mehr von beiden Seiten die volle Überzeugung da ist, seine Entscheidung zu akzeptieren.“

Und Oehmichens Entscheidung ist tatsächlich nachzuvollziehen. Er blühte nach seiner Leihe zur Alemannia in der vergangenen Rückrunde förmlich auf, entwickelte sich beim Drittligisten zum absoluten Leistungsträger. Bei Dynamo Dresden dagegen musste sich der Wirbelwind wieder hinten anstellen. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld war riesig, seine Einsatzchancen waren entsprechend gering.

Dazu kommt, dass Aachen den Kontakt zu ihm nie hat abreißen lassen. Und insgeheim immer auf Oehmichens Comeback gesetzt hat. Wie zum Beweis zeigte ihm Trainer Mersad Selimbegović bei seiner Rückkehr am Dienstag die Taktik-Tafel, an der immer noch der Magnet mit dem Namen des gebürtigen Dresdners klebte.

Am Freitag wird der Oehmichen-Magnet bei der Aufstellung für das Auswärtsspiel in Ingolstadt wieder auf der Tafel zu finden sein – mit der Rückennummer 44...

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