Ordnung im Beet - Muss man Kürbispflanzen nach der Ernte entfernen?
Nach der Kürbisernte stehen viele Hobbygärtner vor einem leeren Beet und fragen sich: Müssen die welken Ranken jetzt weg? Die Antwort ist einfacher, als viele denken. Wer gesunde Pflanzen im Garten hatte, kann die abgestorbenen Triebe durchaus liegen lassen.
Denn die Pflanzenreste verrotten mit der Zeit von selbst und liefern dem Boden neues organisches Material. Gleichzeitig bedecken die langen Ranken die Erde wie eine natürliche Schutzschicht. Das hilft gegen Austrocknung und schützt vor Regen und Witterung. Allerdings brauchen die oft meterlangen Triebe viel Zeit zum Verrotten. Das Beet bleibt dadurch über Monate belegt und lässt sich nur eingeschränkt weiter nutzen.
Anders sieht es aus, wenn die Pflanzen krank waren. Zeigen Blätter Anzeichen von Mehltau, Fäulnis oder anderen Pilzkrankheiten, ist Aufräumen die bessere Lösung. So sinkt das Risiko, dass die Erreger im Beet überdauern und später erneut Probleme verursachen.
Die befallenen Pflanzenreste sollten nach der Ernte entfernt und über den Hausmüll oder Grünabfall entsorgt werden. Auch wer die Fläche im Herbst oder Winter anderweitig nutzen möchte, schafft durch das Entfernen der Ranken schneller Platz für neue Kulturen oder andere Arbeiten im Garten .
Gesunde Kürbispflanzen müssen dagegen nicht im Abfall landen. Auf dem Kompost werden sie von Regenwürmern und Mikroorganismen nach und nach zersetzt. Daraus entsteht Humus, der später wieder Beeten und Pflanzflächen zugutekommt.
Weil Kürbisse besonders kräftige Triebe bilden, lohnt sich vorher das Zerkleinern der Ranken. Das beschleunigt die Verrottung. Auch als Mulchschicht auf freien Beeten oder unter Sträuchern können die Pflanzenreste noch einen Zweck erfüllen. Sie schützen den Boden vor Starkregen, Austrocknung und starken Temperaturschwankungen.
Wer die Pflanzen entfernt, kann das ehemalige Kürbisbeet direkt für das nächste Jahr vorbereiten. Das ist sinnvoll, weil Kürbisse als Starkzehrer während ihres Wachstums viele Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, erklärt myHOMEBOOK . Reifer Kompost und eine Gründüngung mit Pflanzen wie Bienenfreund, Senf oder Winterroggen helfen, den Boden über Herbst und Winter zu schützen. Für die nächste Saison gilt außerdem: Kürbisse sollten nicht jedes Jahr am selben Standort wachsen. Dadurch lassen sich Krankheiten und eine einseitige Belastung des Bodens besser vermeiden.
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