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Merz mit Sonnenbrille in Montenegro - Endlich wieder Außenkanzler!

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Merz mit Sonnenbrille in Montenegro - Endlich wieder Außenkanzler!

Sveti Stefan (Montenegro) – Polit-Wellness für den krisengeplagten Kanzler! Die Konferenz über den EU-Beitritt Montenegros vor der malerischen Kulisse der idyllischen Adria-Insel Sveti Stefan war nach dem Geschmack von Friedrich Merz (70, CDU). Bei sommerlichen 20 Grad hatte er – endlich mal wieder in seiner Lieblingsrolle als Außenkanzler – einen Termin, bei dem alles rundlief. Mit Ministerpräsident Milojko Spajić (39) und weiteren EU-Kollegen (u.a. Österreichs Kanzler Christian Stocker, 66) besprach er u.a. den Fahrplan des Landes zum EU‑Beitritt. Ziel: 28. Mitgliedstaat im Jahr 2028, wie Spajić ankündigte.

Merz sagte bei einem gemeinsamen Auftritt direkt vor dem Spa-Bereich des luxuriösen Tagungsorts („Aman Resort“, 5 Sterne, Übernachtung: 1881 Euro/zwei Personen), Montenegro sei auf dem „besten Weg, der EU bald beizutreten“. Der Balkan-Staat will alle Kapitel für den Beitritt schon bis Jahresende verhandelt haben. Das ist schnell. Die Ratifizierung dürfte dann noch ein weiteres Jahr dauern – wenn alles glattgeht. Laut Merz müssen und werden aber auch weitere Westbalkan-Staaten folgen.

„Wir wollen diese Dynamik der EU‑Erweiterung. Die EU muss wachsen, wenn sie auf dieser Welt ihre Souveränität behaupten und als klarer Machtfaktor in der Welt wahrgenommen werden will“, sagte der gut aufgelegte Kanzler, der sich schlauerweise als Einziger für die Pressekonferenz eine Sonnenbrille aufgesetzt hatte. Auch der Ausblick auf den hoteleigenen „Queen’s Beach“ war erbaulich – eine von Zypressen und Pinien gesäumte Bucht aus rosafarbenem Sand, an der Jugoslawiens Königin Marija Karađorđević ihre Sommerfrische verbrachte.

Kurios: Die Konferenz in der großen Runde mit den weiteren Beitritts-Aspiranten vom Westbalkan (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien ) fand direkt über dem unterirdischen Hotel-Schwimmbad statt. Zeit zum Abtauchen hatte der Kanzler aber nicht. Für ihn standen am Nachmittag noch bilaterale Gespräche u.a. mit Stocker und Albaniens Ministerpräsident Edi Rama (62) auf dem Programm. Diese allerdings fielen dann doch deutlich kürzer aus als geplant, sodass die Delegation um 15.30 Uhr schon wieder zu den Bussen Richtung Flughafen aufbrechen musste – eine Stunde früher als geplant.

Vielleicht wollte der Kanzler mal pünktlich Feierabend haben – in Berlin. Kommende Woche steht der Abflug zu seiner großen Reise nach Japan, Singapur und Korea auf dem Programm. Und am Samstag wird er zuvor auch noch beim CSU-Parteitag in München erwartet.

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