Stromstecker: Die tragische Geschichte von N – oder: Warum wir auf Reisen Adapter brauchen
In den 80er-Jahren scheiterte der Versuch, alle Stromsteckertypen durch einen Weltstandard zu ersetzen.
Heute gibt es 15 verschiedene Varianten – doch für Urlauber gibt es Hoffnung.
Es war einmal die Internationale Elektrotechnische Kommission namens IEC – die hatte die Idee, dem ganzen Kabel- und Steckergefummel ein Ende zu bereiten.
Der Vorschlag dazu trug den schlichten Namen „N“.
Mit diesem Strom -Steckersystem wollte die Kommission mit Sitz in Genf endlich einen weltweit einheitlichen Standard setzen.
Typ N war sicher und kompakt, und flache Stecker, wie der in Europa übliche Typ C, hätten auch noch hineingepasst.
40 Jahre ist das Vorhaben her, aber bis auf Brasilien und Südafrika konnte sich niemand für IEC 60906-1 erwärmen.
N war chancenlos.
Zu aufwendig wäre der globale Umbau gewesen, zu etabliert waren die Platzhirsche vom Typ A (Nordamerika) oder F (Deutschland) und überhaupt schien das alles viel zu teuer für Verbraucher und Hersteller.
Ersatz für 15 verschiedene Steckertypen Und so besteht das Kabel- und Steckerchaos bis heute.
Misslich für alle, die in ein Land verreisen, wo die Stromversorgung über riesige Klötze erfolgt, wie in Großbritannien.
Oder die Stromstecker zwar ähnlich flach sind wie Typ C, aber dennoch inkompatibel mit diesem – wie das Modell J aus der Schweiz.
Dennoch: Es gibt einen Grund zur Hoffnung.
Und der ist sogar noch viel handlicher als die bislang übliche Girlande an weltweit 15 (!) verschiedenen Steckersystemen.
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