Celtic Glasgow geschockt - Zwei Mega-Comebacks in der Champions League
Das ist doch mal ein toller Vorgeschmack auf die kommende Saison in der Champions League. Vor der Gruppenphase, die vom 8. bis 10. September beginnt, wird aktuell noch um acht freie Plätze gekämpft. Drei davon wurden am Dienstag vergeben – und das zweimal in absolut irren Playoffs. Einfach der totale Wahnsinn, was da passierte.
Österreichs Meister Linzer ASK hatte das Hinspiel beim schottischen Meister Celtic Glasgow sang- und klanglos mit 0:3 verloren. Und auch im Rückspiel im ausverkauften Stadion (19.000 Zuschauer) lag das Team von Trainer Dietmar Kühbauer nach 21 Minuten durch einen Treffer von Callum McGregor scheinbar aussichtslos zurück.
Es folgte aber eine irre Aufholjagd. Moses Uror (32.), Robert Ljubicic (48.) und der US-Boy Samuel Adeniran (58.) brachten Linz mit 3:1 in Führung. Das Aus im Gesamtergebnis war trotzdem fast schon besiegelt, doch Joker Florian Flecker gelang in der 90. Minute tatsächlich das 4:1 zur Verlängerung. Kurios: Dabei krachte Flecker mit Celtic-Schlussmann Viljami Sinisalo zusammen, blieb kurz leicht benommen liegen und musste in der Verlängerung tatsächlich schon wieder mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgetauscht werden. „Dass er sich die Tüte anhaut, ist schade für ihn. Er hat dann doppelt gesehen“, sagte sein Trainer nach dem Spiel.
Das Stadion rastete aus, als Adeniran mit dem 5:1 (109.) endgültig zum Matchwinner wurde, auch wenn er noch einen Elfmeter verschoss (115.). Totale Party nach dem Wunder von Linz.
Der gefeierte Doppel-Torschütze Adeniran: „Ich habe daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Meine Teamkollegen haben daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Wenn man es dann tatsächlich schafft, ist das ein unglaubliches Gefühl.“ Keeper Lukas Jungwirth: „Ich glaube, die meisten hatten uns schon in Glasgow abgeschrieben. Dann nach dem 0:1 war es sowieso für jeden schon klar. Ich bin einfach megaglücklich, dass wir das geschafft haben. Wir spielen Champions League!“
Ein ähnliches Mega-Comeback gelang Sabah FK Masazir, dem Meister aus Aserbaidschan. Gegen den israelischen Meister Hapoel Beer Sheva lag das Team in Baku nach dem 1:2 im Hinspiel wieder zweimal zurück, erzielte erst in der Nachspielzeit (90.+4) das 3:2 zur Verlängerung. Zwei weitere Treffer zum 5:2 (101., 115.) bedeuteten den erstmaligen Einzug in die Königsklasse. Ebenfalls dabei ist wie im Vorjahr Bodø/Glimt (Norwegen) nach einem 3:0 (Hinspiel: 3:1) gegen den niederländischen Dritten NEC Nijmegen.
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