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Karriere droht zu entgleiten: "Sollte sich schämen" - Leroy Sané bekommt tüchtig Kloppe

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Karriere droht zu entgleiten: "Sollte sich schämen" - Leroy Sané bekommt tüchtig Kloppe

Leroy Sané teilt ein Schicksal mit Florian Wirtz. Wann immer es nicht läuft, bekommt er von Medien und Experten tüchtig einen mit. Und bei Sané, ebenso wie bei Wirtz, läuft es nicht. Wobei der (noch) verhinderte Star des FC Liverpool zuletzt zumindest im DFB-Team starke Auftritte hatte und unter der Woche auch in der Champions League gute Momente kreierte. Anders als Sané. Dessen Verein Galatasaray fing sich eine derbe Packung gegen den FC Barcelona (1:4). Und der von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht mehr nominierte Nationalspieler wurde in der Luft zerrissen.

Dabei war er alles andere als schuldig an der Niederlage gegen seinen Ex-Coach Hansi Flick. Beide hatten in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern zusammengearbeitet. Mittlerweile ist Flick nach seiner wenig erfolgreichen DFB-Zeit zum Ortsheiligen in Barcelona aufgestiegen, während der Hype um den Flügelstürmer schnell erlahmt ist. Was waren das für Bilder, als Sané vor über einem Jahr in Istanbul angekommen war. Die Gala-Fans empfingen ihn wie einen Popstar. Längst vergessen.

Sané war erst in der 58. Minute eingewechselt worden. Galatasaray lag bereits 1:3 hinten. Die Wende konnte der ehemalige Profi des FC Bayern nicht mehr einleiten. Im Gegenteil: Fehlpässe wurden im eigenen Stadion mit Pfiffen quittiert. Einige TV-Experten wählten zudem drastische Worte. Ex-Profi Sinan Engin polterte in der Show "Asist Analiz" wütend: "Leroy Sané sollte sich schämen." Der frühere Nationalspieler Tümer Metin monierte, der Angreifer habe schlichtweg zu wenig Einsatz gezeigt. Es ist ein ewiges Thema in der Vita des 30-Jährigen. "Wäre ich sein Kollege, würde ich ihm in der Kabine an die Gurgel gehen und fragen: 'Willst du uns eigentlich helfen? Ich bin vom Laufen völlig fertig!'"

Sein Verein bemüht sich derweil darum, den Star außer Dienst gegen zu große Wut und Kritik zu schützen. "Er kam erst nach dem 1:3 ins Spiel. Das war die Phase, in der die Mannschaft eingebrochen ist. Dieses Spiel sollte nicht als Maßstab dienen, um seine Leistung zu bewerten", wird Coach Orkan Buruk unter anderem von "Sport1" zitiert. Schon nach der vergeigten WM mit dem DFB-Team war er seinem Starspieler zur Seite gesprungen. Es sei "leider aber fast schon zur Mode geworden", Sané zu kritisieren, bekannte Buruk: "Ich finde es ehrlich gesagt aber fast schon ein bisschen lustig, dass man Leroy Sané jetzt zum Sündenbock macht. Er hat keine schlechte WM gespielt."

Buruk erwartete nach der WM indes viel von Sané. "Ich muss auch besonders erwähnen, dass Leroy sehr, sehr positiv aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Er fühlt sich im Kreis der Mannschaft sehr wohl. Wir bauen ihn jetzt körperlich wieder auf und freuen uns, dann in der neuen Saison wieder mit ihm arbeiten zu können." Bislang kommt er aber nur noch als Teilzeitkraft zum Einsatz. Er wartet nach neun Pflichtspieleinsätzen noch auf seine erste Torbeteiligung. Sanés Vertrag bei Gala läuft noch bis 2028. In seiner ersten Saison am Bosporus hatte er in 43 Pflichtspielen noch ordentliche sieben Tore erzielt und neun vorbereitet, wurde mit dem Hauptstadtklub auf Anhieb türkischer Meister.

Seine aktuelle Form und Rolle stellen ihn selbst nicht zufrieden.

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