Alle Mitarbeiter gekündigt - Feinkost-Kette macht in Deutschland dicht
Cochem (Rheinland-Pfalz) – Jetzt ist alles Essig bei „Oil & Vinegar“ in Deutschland: Nach der Insolvenz gibt es keine Rettung mehr, die Feinkostläden der Kette machen endgültig dicht. Alle Mitarbeiter in insgesamt 19 Filialen sind betroffen und müssen sich neue Jobs suchen.
Die Läden wirkten oft wie ein Relikt aus einer anderen Shopping-Zeit: offene Glastüren, hohe Essig-Ballons, edle Öle in Reih und Glied. „Oil & Vinegar“ stand wie kaum eine andere Kette für den Feinkost-Boom der 2000er-Jahre. Jetzt gehen die Lichter aus, und die Einkaufscenter-Betreiber suchen mal wieder einen Nachmieter für die leer stehende Ladenfläche. Alle Mietverträge sind bereits gekündigt .
Die Muttergesellschaft in den Niederlanden steckte seit Monaten in der Krise, die Tochter Francisco Deutschland GmbH hatte am 21. Mai Insolvenzantrag beim Amtsgericht Cochem in Rheinland-Pfalz gestellt. Insolvenzverwalter Jens Lieser von der Kanzlei Lieser Rechtsanwälte bestätigt auf BILD-Anfrage das Aus: „Der Geschäftsbetrieb des insolventen Unternehmens mit der Feinkost-Kette ‚Oil & Vinegar‘ wurde mittlerweile komplett eingestellt. Allen rund 80 Mitarbeitern wurde gekündigt.“
Drei Monate lang suchten die Sanierungsexperten nach der Insolvenz Geldgeber – vergebens: „Leider hatte sich zuletzt kein Investor gefunden, der bereit war, die Francisco Deutschland GmbH mit den Filialen weiter fortzuführen. Damit gab es auch keine Fortführungsperspektive mehr“, heißt es. Die Francisco Deutschland GmbH betreibt keine eigenen Geschäfte mehr.
Das insolvente Unternehmen ist die deutsche Tochtergesellschaft der niederländischen Muttergesellschaft Assisi BV mit Sitz in Oosterhout, die ihre Fachhandelsketten in Europa, den USA und Brasilien betreibt. Sie ist auch die Inhaberin der Markenrechte von ‚Oil & Vinegar‘.
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