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Anleitung für Zuhause - So repariert man mit Kleber kaputte Keramik

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Anleitung für Zuhause - So repariert man mit Kleber kaputte Keramik

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt: Die Lieblingstasse oder die dekorative Vase aus Keramik liegt in Scherben auf dem Boden. Doch ein Bruch bedeutet nicht automatisch das Ende des Stücks. Gerade bei liebgewonnenen Gegenständen lohnt sich die Reparatur oft. Dafür braucht es nur den richtigen Kleber.

Das Kleben funktioniert vor allem deshalb gut, weil Keramik ähnlich wie Glas und Porzellan über eine hohe Oberflächenenergie verfügt, weiß myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Mit geeigneten Konstruktionsklebern kann Keramik sogar mit Materialien wie Holz , Gummi oder Leder verbunden werden.

Für die Reparatur ist nicht zwingend ein spezieller Keramikkleber notwendig. Entscheidend ist vor allem die Art des Schadens. Bei größeren Bruchstücken eignen sich kräftige, schnell aushärtende Klebstoffe. Müssen viele kleine Scherben zusammengesetzt werden, erleichtert ein Kleber mit feiner Dosierspitze die Arbeit.

Zu den gängigen Produkten zählen Keramikspezialkleber auf Epoxidharzbasis. Sie gelten als belastbar und härten schnell aus. Für besonders kleine Abplatzungen oder fehlende Stücke gibt es Reparatursets mit Epoxid-Spachtelmasse. Auch Sekundenkleber wird häufig verwendet, vor allem bei kleineren Reparaturen. Porzellankleber eignet sich ebenfalls für Keramik und punktet durch seine Wasserfestigkeit sowie hohe Hitzebeständigkeit.

Beim Kleben gilt: möglichst nicht zu lange warten. Werden Bruchstücke über längere Zeit gelagert, können die Kanten porös werden und die Reparatur erschweren.

Zunächst sollten alle Scherben eingesammelt und gründlich gereinigt werden. Heißes Wasser sowie Aceton oder ein Haushaltsreiniger entfernen Fett und Schmutz von den Bruchstellen. Danach müssen die Teile vollständig trocknen. Sind die Scherben sehr spröde, kann leichtes Erwärmen auf 30 bis 40 Grad Celsius die Haftung des Klebers verbessern.

Vor dem eigentlichen Kleben empfiehlt es sich, die Scherben probeweise zusammenzusetzen. Anschließend wird der Klebstoff auf die Bruchkanten aufgetragen und die Teile werden möglichst exakt zusammengedrückt. Überschüssiger Kleber sollte erst nach dem vollständigen Aushärten entfernt werden.

Für die Trocknung sollte man etwa zwei Tage einplanen. In dieser Zeit bleibt das reparierte Keramikstück am besten in einem warmen Raum.

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