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Technikmesse IFA: KI-Boom treibt Preise für Smartphones und Konsolen nach oben

Stern ·
Technikmesse IFA: KI-Boom treibt Preise für Smartphones und Konsolen nach oben

Künstliche Intelligenz verändert den Elektronikmarkt: Verbraucher müssen sich auf steigende Kosten und längere Wartezeiten bei Hightech-Geräten einstellen.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen in diesem Jahr mit spürbaren Preissteigerungen und einer geringeren Auswahl bei vielen beliebten Elektronikgeräten rechnen.

Ursache dafür ist der weltweite Boom rund um Künstliche Intelligenz , der die Halbleiterindustrie tiefgreifend verändert: Weil Produktionskapazitäten für Chips massiv in den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren abwandern, werden moderne Prozessoren und schnelle Speichermodule im Konsumgüterbereich zur Mangelware.

Wie aktuelle Marktzahlen des Marktforschungsunternehmens NIQ zur IFA belegen, bekommen Verbraucher diese Verknappung vor allem bei rechenintensiven Produktkategorien wie Smartphones, Notebooks, PCs sowie Gaming-Hardware und Spielekonsolen zu spüren.

Die Hersteller passen ihre Strategie an die Engpässe an, indem sie sich vor allem auf nachfragestarke Konfigurationen wie 256 oder 512 Gigabyte konzentrieren, die Modellvielfalt ausdünnen und die Preise anziehen.

Günstige Einstiegsgeräte können unter diesen Rahmenbedingungen kaum noch angeboten werden.

Höhere Preise, aber kein Lieferstopp NIQ-Branchenexperte Alexander Dehmel gibt zwar Entwarnung vor einer flächendeckenden Krise wie noch im Jahr 2020, warnt jedoch vor spürbaren Mehrkosten für Käufer: Für Verbraucher stehe zwar kein genereller Lieferstopp bevor, doch bestimmte Konfigurationen mit hoher Rechenleistung und üppigen Speicherkapazitäten würden sich verteuern oder seien zeitweise nur mit längeren Wartezeiten verfügbar.

Abseits der Halbleiterproblematik prägen veränderte Umweltbedingungen und neue Lebensgewohnheiten die diesjährigen Messetrends.

Deutlich sichtbar wird das am Markt für Kühlung und Klimatisierung, wo Hitzewellen im Frühsommer unmittelbare Kaufimpulse auslösten.

Allein im Juni wurden in Deutschland knapp 300.000 mobile Klimageräte verkauft, was einem Absatzplus von 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Laut Dehmel steht der Markt erst am Anfang, da die Ausstattung deutscher Haushalte im internationalen Vergleich noch gering ist.

Daher sei in den kommenden Jahren mit weiter steigender Nachfrage zu rechnen.

Trendthema Health-Tech Ein weiterer Schwerpunkt der Messe unter dem Berliner Funkturm ist der Wandel der Konsumelektronik hin zu personalisierter Gesundheitsvorsorge.

Der Markt für Wearables erwirtschaftete im deutschen Handel im ersten Halbjahr knapp 400 Millionen Euro, wobei der Absatz um 4,2 Prozent auf rund 1,8 Millionen verkaufte Geräte stieg.

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