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Massenansturm auf die Wiesn - So voll ist das Oktoberfest schon zur Eröffnung

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Massenansturm auf die Wiesn - So voll ist das Oktoberfest schon zur Eröffnung

München – Das größte Volksfest der Welt brummt! Und zwar so richtig! Tausende Menschen stürmten am Eröffnungstag das Oktoberfest in München. Die Wiesn ist voll! Die Party tobt!

In München gab es schon morgens einen Massenansturm auf die Wiesn. Um die besten Plätze in den Festzelten zu bekommen, hatten einige Besucher sogar vor dem Haupteingang übernachtet. Das 191. Oktoberfest auf der Wiesn steigt seit Samstag bis zum 4. Oktober.

Touristen aus der ganzen Welt sind angereist. Hotels sind ausgebucht. In Bayerns Landeshauptstadt München herrscht Party-Ausnahmezustand. Viele Festzelte mussten direkt schon wegen Überfüllung schließen. Es wird getanzt, geschunkelt, geflirtet und getrunken. Das Bier fließt massenhaft.

Jeder Besucher auf dem gigantischen Volksfest trinkt im Schnitt eine Maß. Das entspricht genau einem Liter Bier.

Bier-Experte Stefan Stang (62) zu BILD: „Mit über 13,5 Prozent Stammwürze und über 6 Prozent Alkohol ist es deutlich stärker als herkömmliches Bier .“ Es stamme aus der Tradition der Märzen-Biere, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Verbands der privaten Brauereien in Bayern. „Es hatte mehr Zucker, der sich in Alkohol umwandelt, um es bis in den Herbst haltbar zu machen.“

Der Sonntag startet mit einem großen Trachtenumzug durch München. Rund 9000 Trachtler aus ganz Deutschland laufen ab 10 Uhr neben 60 festlich geschmückten Wagen von der Maximilianstraße zur Theresienwiese. Der Umzug ist fast 7 Kilometer lang.

Wer Trachten ganz aus der Nähe sehen will, geht zur Oide Wiesn („alte Wiesn“). Das Gelände kostet Eintritt : 4 Euro (Kinder bis 14 Jahre frei, ab 21 Uhr alle frei). Tipp: Die Investition lohnt sich. Denn dort kosten die Fahrgeschäfte nur 1,50 Euro. Dazu gehören Kettenflieger, Geisterbahn und „Fahrt ins Paradies“. Die Oide Wiesn entstand 2010 zur 200‑Jahr-Feier des Oktoberfests. Wegen der Begeisterung vor allem der Einheimischen, die dort das Volksfest ihrer Kindheit wiedererlebten, ist sie seitdem fester Bestandteil.

Neu sind dieses Jahr Dreharbeiten für Netflix . Zuvor waren 4000 Komparsen gesucht worden. Sie sollen bei der sogenannten „Romantic-Comedy“ auf der Theresienwiese vor der Kamera stehen.

Es gibt keine Verkleidungs-Pflicht auf der Wiesn. Im Gegenteil: Ursprünglich, das heißt bis in die 90er Jahre, ging man im Anzug, Kleid oder Freizeitdress zum Oktoberfest. Lederhosen und Dirndl sehen zwar hübsch aus, sind aber teuer. Münchner sagen: Besser leger als in einem billigen Imitat. Wer sich eine billige Last-Minute-Tracht auf dem Weg zum Gelände kauft, wird von Einheimischen verpönt.

Zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro kostet die Maß 2026. Das ist im Schnitt fast 2,5 Prozent teurer als im Vorjahr. Das Armbrustschützenzelt, Löwenbräu und die Bräurosl gehören zu den teuersten der großen Bierzelte (Maß jeweils 15,90 Euro). Doch das Bier kann auch mehr als 1 Euro billiger sein . Am billigsten ist die Maß im Museumszelt auf der Oidn Wiesn (14,80 Euro). Allerdings wird dort Spaten ausgeschenkt, das bei Münchnern meist weniger beliebt ist, als Augustiner. Spaten gehört inzwischen zum belgischen Konzern Anheuser-Busch InBev.

Die Käfer Wiesn-Schänke und Kufflers Weinzelt haben bis 1 Uhr geöffnet.

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