Schick Vize, Andrich abgesetzt - Darum macht Martínez Tapsoba zum Kapitän
Leverkusen – Es war keine Überraschung. Aber jetzt ist es offiziell. Abwehrchef Edmond Tapsoba (27) ist der neue Kapitän von Bayer Leverkusen. Sein Stellvertreter ist Stürmer Patrik Schick (30). Wie erwartet wurde Robert Andrich (31) als Kapitän abgesetzt.
Im Pokalspiel beim SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 13 Uhr/Sky) wird Tapsoba die Werkself erstmals in einem Pflichtspiel anführen. „Das ist eine Entscheidung, die wir in dieser Woche getroffen haben. Jetzt war der richtige Zeitpunkt dafür. Ich habe am Dienstag mit der Mannschaft darüber gesprochen, denn sobald das Team Bescheid weiß, ist es besser. Ich denke, dass beide Spieler für etwas stehen“, erklärt Martínez.
Der neue Bayer-Coach erklärt seine Wahl so: „Eddie ist – wie Patrik – schon seit vielen Jahren im Verein. Er verkörpert bestimmte Werte. Ich spreche oft über seine Verbindungen innerhalb der Mannschaft: Eddie hat zu jedem Spieler einen guten Draht, ebenso zu den Fans und zu mir. Ich glaube, das ist eine gute Grundlage, und er hat es verdient. Ich freue mich sehr für ihn.“
Über Torjäger Schick sagt Martínez: „Patrik verkörpert ein anderes Profil. Er ist eher ruhig, aber ein riesengroßer Profi. Er kommt immer pünktlich und kümmert sich um viele verschiedene Dinge. Ich denke, die beiden können ein gutes Team bilden und der Mannschaft dabei helfen, sich weiterzuentwickeln.“ Martínez betont: „Es geht nicht nur um Eddie und Patrik. Wir brauchen manchmal auch weitere Spieler, die Verantwortung übernehmen und der Mannschaft helfen, sich weiterzuentwickeln.“
Für Double-Held Andrich ist kein Platz mehr. Er muss nach einem Jahr die Binde abgeben und soll sich einen neuen Verein suchen. „Natürlich weiß ich, dass dieses Thema im Raum steht. Auch wenn ich nicht allzu viel darüber lese, weiß ich, dass es insbesondere in den vergangenen Tagen präsent war“, meint Martínez.
Der Trainer sagt, wie er über Andrich (Vertrag bis 2028) denkt: „Wir haben versucht, offen mit ihm darüber zu sprechen. Rob hat viel für den Klub geleistet. Er hat viele Erfolge gefeiert und ist seit vielen Jahren hier. Er wollte wissen, welche Rolle er während der Saison einnehmen kann. Das ist manchmal schwierig, weil sich jeden Tag etwas verändern kann. Ich halte es aber für wichtig, ehrlich mit ihm zu sein. Und derzeit ist es tatsächlich so, dass er im Mittelfeld zunächst eher eine untergeordnete Rolle einnimmt. Ich finde, er hat es verdient, das zu wissen.“
Martínez ergänzt: „Rob kennt unsere Vorstellung. Gleichzeitig kann er sich auf das vorbereiten, was für ihn und für uns am besten ist. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, und er weiß Bescheid. Dabei geht es auf beiden Seiten vor allem um Respekt. Ich halte es für wichtig, ehrlich miteinander umzugehen.“
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