Deutscher Afrika-Preis 2026 für kenianische Sozialunternehmerin
Am Anfang waren es 25 Schulkinder, die eine regelmäßige Mahlzeit bekamen. Heute erreicht Wawira Njiru mit ihrem Sozialunternehmen Food4Education (kurz: F4E) mehr als 660.000 Kinder an über 1900 Schulen in Kenia .
Ein durchschlagender Erfolg, der auch darauf zurückzuführen ist, dass die 35-Jährige hier eine neue Perspektive einnimmt: "Lange Zeit wurde Schulernährung als Wohltätigkeit betrachtet. Wir haben bewiesen, dass sie wirtschaftliche Infrastruktur ist", sagt Njiru.
Für sie war klar: Um die Versorgung nachhaltig zu machen, braucht sie eine breite Basis. Bei den Schulmahlzeiten setzt sie daher auf eine gemischte Finanzierung: Einen Teil der Kosten tragen die Eltern, dazu kommen Spenden und staatliche Gelder.
Vor allem aber stammen rund 80 Prozent der von F4E ausgegebenen Lebensmittel von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern vor Ort. So ist das Schulessen lokal verankert - und die Bauern bekommen einen verlässlichen Absatzmarkt.
Die Deutsche Afrika-Stiftung (DAS) würdigt dieses Engagement jetzt mit dem Deutschen Afrika-Preis . Medienpartnerin ist die DW.
"Mit Wawira Njiru hat die Jury unter Dutzenden hervorragenden Persönlichkeiten einmal mehr eine außergewöhnliche junge Frau geehrt, die hartnäckig ihre Träume und Überzeugungen umsetzt und damit beispielhaft für Tausende engagierte und innovative Afrikanerinnen und Afrikaner steht", erklärt Claus Stäcker, Präsident der unabhängigen Jury des Deutschen Afrika-Preises und Director Programs for Africa der DW.
"Aus einer karitativen Idee wurde mit ihrem Unternehmen Food4Education ein funktionierendes Schulspeisungssystem, das Kinder erreicht, Familien einbindet und lokale Wirtschaftskreisläufe stärkt - eine afrikanische Lösung für ein globales Problem."
Preisträgerin Wawira Njiru sieht die Ehrung als große Ermutigung. Als Studentin hatte sie das Ziel, 100 Kinder mit einer täglichen Mahlzeit zu versorgen - es erschien ihr wie eine Mammutaufgabe.
"Aber ich bin hartnäckig. Wenn ich mir erst einmal in den Kopf gesetzt habe, etwas zu erreichen, arbeite ich zielstrebig darauf hin. Man kann mir nur schwer einreden, dass etwas unmöglich ist", erläutert sie der DW. Mit ihrer Organisation, die inzwischen auch andere Regierungen bei der Planung vergleichbarer Programme berät, habe sie eine Lösung gefunden, die sich an afrikanischen Realitäten ausrichte, sagt sie.
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Die DAS ist eine überparteiliche Stiftung, die sich für die Vermittlung eines differenzierten Afrikabildes im politischen Raum und der deutschen Öffentlichkeit einsetzt. Mit dem Deutschen Afrika-Preis ehrt sie seit 1993 Persönlichkeiten aus afrikanischen Ländern, deren Ideen und Arbeit über ihre Herkunftsländer hinaus Impulse für globale Zukunftsfragen geben. Frühere Preise gingen an herausragende Persönlichkeiten in Sierra Leone , Kamerun oder Südafrika . Die Preisverleihung findet im Herbst im Allianz Forum in Berlin statt.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.