Revolutionäres Passagierflugzeug geplant - Fliegen wir bald OHNE Fenster?
Für Passagiere könnte Fliegen in den 2030er-Jahren ganz anders aussehen: breitere Kabine, ungewöhnliche Sitzbereiche und vielleicht deutlich weniger klassische Fenster. Das kalifornische Start-up JetZero plant mit dem Z4 ein Flugzeug, das eher an einen Rochen als an einen heutigen Passagierjet erinnert – und womöglich ohne Fenster auskommt.
Der Grund ist seine besondere Form. Beim sogenannten „Blended Wing Body“ gehen Rumpf und Flügel fast nahtlos ineinander über. Vereinfacht gesagt: Ein größerer Teil des Flugzeugs hilft dabei, Auftrieb zu erzeugen. Dadurch soll der Luftwiderstand sinken, wie TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet.
JetZero plant den Z4 für rund 250 Passagiere und eine Reichweite von bis zu 5000 nautischen Meilen, also etwa 9260 Kilometern. Besonders ehrgeizig ist das Verbrauchsziel: Der Flieger soll 50 Prozent weniger Treibstoff benötigen als herkömmliche Maschinen ähnlicher Größe.
Auch die Triebwerke sollen ungewöhnlich weit hinten sitzen. JetZero will damit die Luftströmung entlang des Flugzeugs besser nutzen und den Widerstand weiter verringern.
Für Reisende könnte sich vor allem die Kabine verändern. Weil der Z4 deutlich breiter und flacher geplant ist, wären mehrere voneinander getrennte Bereiche, breitere Einstiege, größere Sitze und mehr Stauraum für Handgepäck denkbar.
Ein Problem könnte der Blick nach draußen werden. In der breiten Kabine würden viele Passagiere weit von der Außenwand entfernt sitzen. Ob und wie der Z4 Fenster bekommt, steht noch nicht fest. Denkbar sind Oberlichter oder digitale Anzeigen.
Bis zum Linienflug ist es ohnehin noch ein langer Weg. JetZero will den kommerziellen Betrieb in den frühen 2030er-Jahren beginnen. Zunächst soll 2027 der große Versuchsflieger Jet1 erstmals starten. Kleinere Testmaschinen absolvierten laut Unternehmen bereits mehr als 30 Flüge.
Auch die Finanzierung bleibt offen. Im Juli 2026 vereinbarte JetZero mit der US-Export-Import-Bank eine mögliche Finanzierung von bis zu drei Milliarden US-Dollar für eine Fabrik in North Carolina. Eine endgültige Zusage ist das noch nicht.
Ob aus dem ungewöhnlichen Z4 tatsächlich ein Passagierflugzeug wird, muss JetZero erst noch beweisen.
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