Drei Tage vor ihrem Tod - Panettieres Freund wollte Gewaltakte löschen lassen
Los Angeles (USA) – Er führte jahrelang eine turbulente On-off-Beziehung mit Schauspielerin Hayden Panettiere (†36). Doch nicht nur das „On-Off“ zeigt, wie kompliziert die Beziehung war, auch die Vergangenheit von Brian Hickerson (37) ist geprägt von Gewaltvorwürfen und Gerichtsverfahren.
Und ausgerechnet wenige Tage vor Panettieres Tod musste Hickerson erneut vor Gericht eine Niederlage einstecken : Nur drei Tage, bevor die „Heroes“- und „Nashville“-Schauspielerin im Alter von 36 Jahren starb, wies ein Richter seinen Antrag zurück, frühere Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt herabzustufen beziehungsweise aus seiner Akte löschen zu lassen.
Bei der Anhörung am 13. August ging es also nicht um einen neuen Fall, sondern um Hickersons frühere Verurteilung wegen häuslicher Gewalt. Die Staatsanwaltschaft legte Widerspruch gegen seine jüngsten Anträge ein, die Richterin Olivia Rosales schließlich ablehnte. Hickerson war bereits 2021 zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt worden, von denen er 33 Tage verbüßte. Außerdem wurden ihm vier Jahre Bewährung sowie die Teilnahme an verpflichtenden Kursen zum Thema häusliche Gewalt auferlegt.
Über die Zeit verändert sich Hayden Panettieres Blick auf Brian deutlich. Am Anfang beschreibt sie ihn in ihrem Buch „This is Me: A Reckoning“ (Headline-Verlag) als Rettung in einer ihrer dunkelsten Phasen: „Ich war verliebt, und es war wie eine Droge.“ Panettiere hatte gerade das Sorgerecht ihrer Tochter verloren, stand am Tiefpunkt ihres Lebens. Mit ihm habe sie sich wieder „sicher, geliebt und wertgeschätzt“ gefühlt.
Doch dann beginnt die Gewalt. Zunächst schlägt Brian ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. Hayden: „Man vergisst nie das erste Mal, wenn jemand einem eine Ohrfeige gibt. Und man vergisst auch das letzte Mal nicht.“ Aus Ohrfeigen seien Schläge geworden. Einmal habe er ihr Gesicht so schwer verletzt, dass sie nach eigener Aussage wochenlang das Haus nicht verließ. Bei einem anderen Streit habe er ihr fünf Sekunden Vorsprung gegeben und anschließend eine Fernbedienung nach ihr geworfen, die sie im Gesicht traf. Sie schildert außerdem, wie er sie verfolgte, zu Boden drückte und mit seinem ganzen Körpergewicht fixierte, während ihr Kopf gegen eine Wand schlug.
Sie verdrängte: „Ich liebe diesen Mann, und das war nicht er. Das konnte unmöglich er gewesen sein.“ Besonders erschütternd erklärt sie, warum sie trotzdem bei ihm blieb: „Was ich ihnen nie erzählte, war, dass sich die Gewalt, die ich erlebt hatte, nicht so schlimm anfühlte wie der Gedanke, allein zu sein.“ Gegenüber ihrem Bruder Jansen (†28) verteidigte sie die Beziehung damals sogar: „In 99 Prozent der Zeit läuft es großartig zwischen uns. Es ist nur dieses eine Prozent, das völlig kaputt ist.“ Es kommt zur Anzeige, Brian wird eingebuchtet. Sie trennt sich: „Trotz allem, was er mir angetan hatte, liebte ich Brian noch immer für den Menschen, für den ich ihn hielt.“ In der Therapie lernt sie schließlich, dass Liebe nicht bedeutet, seine Taten entschuldigen zu müssen.
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