Neuer Skandal um Rapper - Kanye West plant Konzerte in Putins Heimatstadt
New York/St. Petersburg – Seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 haben westliche Künstler Auftritte in Russland gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Kein Wunder, dass ausgerechnet Skandal-Rapper Kanye West (49) das nun ändern will: Im Oktober will „Ye“ gleich zwei Mal in der Heimatstadt von Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) auftreten. Das berichtete zuerst die Moscow Times. Die umstrittenen Shows steigen am 10. und 11. Oktober in der Gazprom Arena in St. Petersburg.
Berichten zufolge waren die günstigsten Tickets innerhalb einer Stunde ausverkauft. Während die russischen Fans die Kanye -Konzerte in St. Petersburg kaum erwarten können (bislang war er noch nie in Russland aufgetreten), dürfte die Doppel-Shows in der Ukraine und im Westen für Stirnrunzeln sorgen. Denn die Auftritte werden bereits von russischen Politikern bejubelt und laufen damit Gefahr, von Moskau für Propagandazwecke missbraucht zu werden.
Das zeigen u.a. Aussagen des Duma-Abgeordneten Nikolai Novichkov, der von westlichen Künstlern „moralische Unterstützung“ für Russland und dessen sogenannte „militärische Spezialoperation“ forderte. Novichkov wörtlich: „Wenn Ye das nicht macht, werde ich die Absage seiner Konzerte ins Spiel bringen.“
Zwar hat der Rapper bislang noch nicht seine Unterstützung für Putins Krieg zum Ausdruck gebracht, sich allerdings auch noch nicht klar dagegen positioniert. Im Sommer 2024 verärgerte Kanye die Ukraine mit einem Moskau-Besuch. Das US-Portal Vibe resümierte anschließend: „Das Geld, das Ye in Moskau ausgibt, fließt über Steuern in die Ermordung ukrainischer Zivilisten.“
Die Russland-Auftritte – nur ein weiterer Punkt auf Kanyes Skandalliste: Er bezeichnete sich selbst als Nazi, verkaufte Hakenkreuz-T-Shirts, veröffentlichte einen Track mit dem Titel „Heil Hitler“ und propagierte Judenhass. Seine zahlreichen Aussagen versuchte er später mit einer vorgeblichen bipolaren Störung zu entschuldigen – passend zur Veröffentlichung seines neuen Albums „Bully“ im März.
Wie der Westen seine geplanten Auftritte in Russland bewerten dürfte, darauf geben schon die jüngsten Absagen in mehreren europäischen Ländern einen deutlichen Fingerzeig: u.a. cancelte England einen geplanten Auftritt beim Wireless Festival im Juli und verweigerte die Einreise; auch in Frankreich, Italien, Polen und der Schweiz wurden Shows abgeblasen. Auch in Australien erhielt der Rapper kein Visum.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Unterhaltung.