Angst vor Paris-Unruhen - Spielerfrau sauer über NFL-Entscheidung
Zum ersten Mal findet am kommenden Sonntag ein NFL-Spiel in Frankreich statt: Im Stade de France in Saint-Denis bei Paris treffen ab 14.30 Uhr die Pittsburgh Steelers auf die New Orleans Saints. Doch angesichts der heftigen Proteste in Frankreich macht sich Dani Watt (28), Ehefrau von Steelers-Linebacker T.J. Watt (32), große Sorgen – und äußert öffentlich ihr Unverständnis.
Sie teilte in den sozialen Medien einen Bericht von CBS Pittsburgh, in dem es hieß: „Die NFL hält trotz der Unruhen in Paris an den Plänen für das bevorstehende Spiel der Steelers gegen die Saints fest.“ Dazu schrieb sie: „Sagt mir, wie das Sinn ergeben soll???“
Die Unruhen in Frankreich begannen vergangenen Monat mit Protesten von Schülern und Studenten gegen mangelhafte Schulausstattung, Lehrermangel und fehlende Finanzmittel. Am Wochenende gingen mehr als 500.000 Menschen landesweit auf die Straße. Einige Proteste eskalierten zu Gewalt: Demonstranten plünderten und beschädigten Geschäfte, griffen Polizisten an und legten Brände.
Die Liga reagierte mit einem offiziellen Statement, das ESPN-Reporter Adam Schefter bei X veröffentlichte: „Wir arbeiten weiterhin eng mit den lokalen Behörden und Partnern in allen operativen und sicherheitsrelevanten Angelegenheiten zusammen. Wir informieren die beiden Vereine regelmäßig. Es gab keinerlei Störungen oder Beeinträchtigungen an den Spielstätten.“
TV-Experte und Ex- NFL -Profi Sebastian Vollmer (42), zweimaliger Super-Bowl-Sieger mit den New England Patriots, schätzte die Lage gegenüber RTL und ntv Sport ein: „Die NFL hat ein Statement rausgegeben, dass sie bis jetzt noch nicht daran denken, das Spiel zu verlegen. Ich glaube, die Messlatte dafür ist sehr hoch, da es das erste Spiel in Paris überhaupt ist – ein Riesenaufschlag. In der Theorie könnte man das Spiel beim Heimteam austragen, also in New Orleans.“
Eine Verlegung hält Vollmer dennoch für unwahrscheinlich: „Aber da muss man sich natürlich auch vorstellen, was alles dazugehört: von der Produktion, Broadcastern, Fans, Tickets, Flügen, Hotels – alles, was da dranhängt. Deshalb glaube ich nicht, dass sich da was ändern wird. Ich hoffe und gehe jetzt mal stark davon aus, dass in den nächsten vier bis fünf Tagen die NFL und die französische Polizei Ruhe reinbringen, sodass das Event stattfinden kann. Aber natürlich hat man große Sorgen im Moment.“
Ein positives Zeichen gab es bereits: Das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona am Dienstagabend verlief störungsfrei. Ob das auch Dani Watt etwas beruhigt, bleibt abzuwarten.
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