Hitze-Check: DUH warnt: Mehr als 1,5 Millionen Sachsen leiden unter Hitze
In vielen sächsischen Städten fehlt es an Hitzeschutz.
Was die Deutsche Umwelthilfe jetzt kritisiert und welche Kommunen besonders schlecht abschneiden.
Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind in Sachsen überdurchschnittlich stark von gesundheitsschädlicher Hitze betroffen.
Das geht aus dem Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in 68 sächsischen Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern hervor. „Jede Stadt braucht einen verbindlichen Masterplan für Hitzeschutz“, sagte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.
Jede Kommune müsse Maßnahmen für mehr Grün und weniger Grau auf den Weg bringen.
Unter anderem Leipzig mit schlechtesten Werten Berücksichtigt wurden bei dem Check neben der Hitzebetroffenheit auch die Versiegelung der Flächen und die Zahl der schattenspendenden Bäume.
Am schlechtesten schnitten demnach Leipzig, Schkeuditz , Markranstädt, Eilenburg und Wilsdruff ab: Sie erhielten von der DUH eine rote Karte, weil sie ihre Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend vor Hitze schützten.
Sommer mit Rekordwerten - 550 Menschen an Hitze gestorben Der zurückliegende Sommer in Sachsen war einer der zehn wärmsten seit 1881 und hat neue Hitzerekorde gebracht.
Die Temperatur lag im Mittel bei 19,0 Grad - 2,5 Grad über dem langjährigen Vergleichswert, hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bilanziert.
Am 28.
Juni wurden in Bad Muskau in Ostsachsen 41,5 Grad gemeldet - laut DWD ein neuer sächsischer Temperaturrekord.
Laut Robert Koch-Institut (RKI) waren bis Mitte August etwa 550 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben, deutlich mehr als in den zehn Jahren zuvor.
Am besten abgeschnitten hatten Annaberg- Buchholz , Ebersbach-Neugersdorf, Löbau, Dippoldiswalde, Schwarzenberg/Erzgebirge und Bischofswerda.
Annaberg-Buchholz erreicht dabei als einzige Stadt einen Beschirmungsgrad durch Bäume von mindestens 30 Prozent.
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