Vor Entscheidung am Freitag: Springreiter trotz Schrecksekunde kurz vor WM-Gold
Das deutsche Team liegt bei der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen weiter in Führung - und hat am Freitag den Titel selbst in der Hand.
Die deutschen Springreiter liegen bei den Weltmeisterschaften in Aachen auf Gold-Kurs.
Das Team von Bundestrainer Otto Becker verteidigte in der zweiten von drei Teilprüfungen Platz eins und benötigt am Freitag (20.15 Uhr/WDR) nur noch drei fehlerfreie Ritte für den Titel. „Es ist alles sehr eng zusammen, sowohl im Einzel als auch in Teams“, sagte der Coach.
Schon nach drei seiner vier Paare stand fest, dass Deutschland Platz eins verteidigt.
Da bei jeder Teilprüfung nur die drei besten Ergebnisse zählen, konnte Richard Vogel als letzter deutscher Starter unbeschwert reiten, weil das deutsche Trio vor ihm wie am Vortag fehlerfreie Runden ablieferte und Rang eins vorzeitig sicherte.
Erster Verfolger des deutschen Teams sind die USA.
Ehning macht es spannend Als erster Reiter des Gastgeber-Teams blieb Marcus Ehning auch in der zweiten WM-Prüfung ohne Fehler, sorgte aber für eine Schrecksekunde .
Beim letzten Sprung war der 52-Jährige mit seinem Coolio etwas zu nahe an das Hindernis geritten und rettete sich mit Mühe zu einer Null-Runde.
Das Publikum atmete hörbar auf - und Ehning sagte später: „Am letzten Sprung haben wir es noch einmal ein bisschen spannend gemacht, aber ohne Glück kann man nichts abkriegen.“ „Der letzte Sprung ist immer etwas Besonderes“, kommentierte der Bundestrainer . „Und wenn er da drüber ist, fällt einem dann doch ein Stein vom Herzen.“ Bis dahin war der Routinier „eigentlich super im Flow“, wie Ehning selbst äußerte.
Mit Blick auf die letzte Runde der Teamwertung am Freitag unter Flutlicht sagte der dreimalige Sieger des Großen Preises von Aachen zu den Anforderungen: „Morgen wird es sicherlich noch mal eine Schippe mehr.“ Das Einzel wird anschließend in zwei weiteren Runden am Sonntag entschieden.
WM-Debütantin Hinners bleibt fehlerfrei Tadellos ritt auch Sophie Hinners mit Singclair. „Er sprang großartig“, lobte die 28-Jährige den Wallach, der scheinbar mühelos über die Hindernisse flog. „Er war vom ersten Sprung an super konzentriert.
Wir konnten wieder unser Ding durchziehen.“ Singclair „ließ sich ganz toll reiten, ist super gesprungen“, betonte Hinners.
Nur an einem Sprung „haben wir ein klitzekleines bisschen Glück gehabt“.
Sie habe „auch das Publikum“ aufatmen gehört.
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