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Der letzte Glockenschlag: Abschied von einem Mann, der einmal Bischof war

Stern ·
Der letzte Glockenschlag: Abschied von einem Mann, der einmal Bischof war

Dass Karl-Heinz Wiesemann nach fast zwei Jahrzehnten geht, ist mehr als ein Personalwechsel.

Was sagt sein Rücktritt über den Zustand der Kirche? Der Umzug nach seinem unerwarteten Rücktritt ist schon geplant.

Für Karl-Heinz Wiesemann wird Rheinland-Pfalz bald nicht mehr Lebensmittelpunkt sein.

Der bisherige Bischof von Speyer bleibt nicht im Bundesland.

Nicht aus Enttäuschung, nicht aus Verbitterung.

Sondern, um seinem noch zu bestimmenden Nachfolger nicht im Nacken zu sitzen. „Der Neue wird Freiraum brauchen“, sagt Wiesemann.

Nicht verbittert - nur bereit zu gehen Mit einem großen Kreuz an einer Halskette sitzt der 66-Jährige kurz nach Bekanntgeben seiner Amtsaufgabe im Bischöflichen Ordinariat der pfälzischen Stadt.

Hinter ihm liegen fast zwei Jahrzehnte im Amt des Oberhirten.

Eine lange Zeit, in der sich Kirche und Gesellschaft verändert haben - und auch er selbst.

Ob Papst Benedikt XVI. oder der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: Rücktritte kommen in der katholischen Kirche vor.

Aber sie sind selten.

Wiesemann will künftig stärker das sein, was ihn geprägt hat. „Ich bleibe Priester und Seelsorger.“ Sein Rückzug, versichert er mehrfach, sei kein Abschied von der Kirche. „Nein, im Gegenteil.“ Er, der immer wieder Reformen anmahnte, weist Resignation zurück.

Er habe realistisch auf seine Kräfte geschaut.

Die Aufgabe eines Bischofs sei umfassend.

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