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Schon ein Glas am Tag - Höheres Magenkrebsrisiko durch Softdrinks

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Schon ein Glas am Tag - Höheres Magenkrebsrisiko durch Softdrinks

Schon ein zuckerhaltiges Getränk am Tag könnte einen deutlichen Unterschied machen: Eine aktuelle Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen süßen Softdrinks und einem höheren Magenkrebsrisiko.

Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2024 allein in Deutschland rund 93 Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Cola und andere Limonaden pro Kopf produziert. Das entspricht etwa einem Glas täglich.

US-Forscher vom Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School untersuchten den Zusammenhang zwischen Getränkekonsum und Magenkrebs . Die Ergebnisse sind vorab in der Fachzeitschrift „Gastro Hep Advances“ erschienen.

Grundlage waren zwei Langzeitstudien mit Menschen aus dem US-Gesundheitssystem. Die Teilnehmer machten regelmäßig Angaben zu ihrem Getränkekonsum, Lebensstil und ihrer Krankengeschichte. Eine Portion wurde mit rund 240 Millilitern angesetzt.

In die endgültige Analyse flossen Daten von 112.284 Teilnehmern ein. 278 Personen erkrankten an Magenkrebs. Wer mindestens eine Portion eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränks täglich trank, hatte ein 2,45-fach größeres Risiko als Menschen, die keine süßen Softdrinks konsumierten.

Bei Frauen mit mindestens einem zuckerhaltigen Getränk täglich war das Risiko ungefähr dreimal so hoch, bei Männern etwa doppelt so hoch. Für kalorienarme Softdrinks mit Süßstoffen fanden die Forscher dagegen keine Hinweise auf ein erhöhtes Magenkrebsrisiko.

Warum Zucker mit Magenkrebs zusammenhängen könnte, ist noch unklar. Die Forscher vermuten unter anderem Gewichtszunahme, Insulinresistenz, Entzündungen und DNA-Schäden. Sie schreiben: „Der genaue Mechanismus der krebserregenden Wirkungen von zuckergesüßten Getränken muss jedoch noch untersucht werden. Zukünftige Studien müssen unsere Ergebnisse verifizieren und die potenziellen biologischen Mechanismen dahinter erforschen“.

Entscheidend ist: Die Beobachtungsstudie zeigt einen Zusammenhang, beweist aber nicht, dass zuckerhaltige Getränke Magenkrebs verursachen. Viele Daten beruhen zudem auf Selbstangaben. Außerdem hatten die Forscher nur begrenzte Informationen über Helicobacter-pylori-Infektionen und teilweise keine vollständigen Angaben zur Gesundheitsgeschichte und zu familiären Vorerkrankungen.

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