Trotz Traumtor - Carl Zeiss Jena fliegt gegen Darmstadt raus
Der Favorit wackelte, er fiel aber nicht. Zweitligist Darmstadt 98 steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals, gewinnt vor knapp 13.296 Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld bei Carl Zeiss Jena mit 2:1. Der Viertligist hielt dabei den Lilien durchaus stand. Doch die Elf von Trainer Florian Kohlfeldt löste das Ticket für die nächste Runde durchaus glücklich.
Carl Zeiss mit dem besseren Beginn. Youngster Emilio Munsers probierte es als Erster, verfehlte nach einem verunglückten Abschlag von Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen das Tor der Gäste nur um Zentimeter (6.). Richtig lang machen musste sich Schuhen dann bei den Versuchen von Manassé Eshele (8.) und Elias Löder (10.). Dann aber zeigte sich die ganze Cleverness des Zweitligisten: Gleich der erste Torschuss war drin, aus 25 Metern traf Milan Smit zum 0:1 (11.). Es ist der Traum-Einstand für den erst in der vergangenen Woche von Stoke City ausgeliehenen Stürmer.
Sicherheit gab dieses Tor den Gästen allerdings nicht. Zwar waren die Lilien nun besser im Spiel, ließen defensiv nichts zu. Doch nach vorn wirkten die Angriffe zu unbeholfen. Nur einmal brannte es im Sechzehner des Regionalligisten. Lance Duijvestijn traf allerdings nur die Brust von Jena-Keeper Marius Liesegang, der ebenso die Abraller von Patric Pfeiffer und Noah Weißhaupt parierte – ehe Nils Butzen noch den Kopfball von Aleksandar Vukotic von der Linie holte (33.). Zwei Minuten danach jubelten plötzlich die Jenaer. Einen weiten Abschlag von Liesegang nahm Löder an, drehte sich – und zimmerte die Kugel aus 35 Metern in den Winkel. Schuhen schaute nur verdutzt hinterher (35.).
Doch Carl Zeiss jubelte wohl zu lange. Nur eine Minute später führten wieder die Hessen. Duijvestijn wurde im Strafraum freigespielt, tunnelte Liesegang, 1:2 (36.).
Und diese Führung hielt bis zum Ende. Carl Zeiss lief im zweiten Spielabschnitt immer wieder an, erspielte sich eine optische Überlegenheit gegen die zwei Spielklassen höher angesiedelten Gäste. Doch die verteidigten ihren Kasten abgezockt. Nur einmal wird’s gefährlich. Nach einer Flanke von Timon Burmeister von der rechten Seite hielt der eingewechselte Tristan Teuber den Fuß hin. Der Ball flog nur knapp übers Lattenkreuz hinweg ins Aus (80.).
Es war der Startschuss für die Jenaer Schlussoffensive – doch deren Wirkung endete meist an der Strafraumkante. Danach fehlte die zündende Idee. Die Thüringer sanken nach dem Schlusspfiff zu Boden, Darmstadt gewann zum ersten Mal überhaupt in Jena. Ohne zu glänzen.
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