AfD-Wahlerfolg in MV: Klarer Fall von Besenstiel-Sieg
Für Wahlsiege braucht die AfD keinen Ulrich Siegmund. Sie braucht auch keinen schwachen Gegenkandidaten wie in Sachsen-Anhalt. Der AfD reicht ein Kandidat, hinter dem nicht einmal die eigene Partei geschlossen steht.
Platz eins in Mecklenburg-Vorpommern, Grund zum Jubel für die AfD. Die Frage ist nur, was die Partei da auf ihrer Wahlparty in Schwerin feiert. Die eigene Leistung kann es kaum sein. Der Wahlsieg in Mecklenburg-Vorpommern zeigt vielmehr, was der AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt beinahe hatte vergessen lassen: Vielerorts kann die AfD einen Besenstiel aufstellen - sie wird auf jeden Fall gewählt.
Und bevor jemand protestiert: Nein, Leif-Erik Holm ist kein Besenstiel. Er ist seit Jahren Chef der Landes-AfD, dem Bundestag gehört er seit 2017 an. Aber ihm geht nicht nur der jugendliche Schwung des Sachsen-Anhalter AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund ab, der vor zwei Wochen bei der dortigen Landtagswahl 43,8 Prozent einfuhr. Ihm fehlt auch die geschlossene Unterstützung seines Landesverbands.
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