Mehrere Ursachen für Schäden: Seegraswiesen im Mittelmeer werden immer öfter zerstört
Seegraswiesen sind artenreiche Ökosysteme im Meer. Doch sie werden durch Anker, Fischerei und Umweltbelastungen immer öfter zerstört. Die Bestände schrumpfen nicht nur im Mittelmeer, sondern weltweit.
Die für das Ökosystem des Mittelmeers wichtigen Seegraswiesen mit Neptungras geraten auch in Griechenland zunehmend unter Druck. Unkontrolliertes Ankern von Booten auf den geschützten Seegrasbeständen richte erhebliche Schäden an, sagte Anastasia Miliou, Forschungsdirektorin des griechischen Meeresschutz-Instituts Archipelagos , dem Sender ERTnews.
Die Seegraswiesen seien "Lungen unserer Meere" und spielten eine wichtige Rolle für das marine Ökosystem, sagte Miliou. Sie speicherten Kohlenstoff, produzierten Sauerstoff und böten Lebensraum für mehr als 1.000 Tierarten. Auch zahlreiche Algenarten seien mit den Seegraswiesen verbunden. Zudem hielten die Wurzeln der Pflanzen Sedimente fest und trügen damit zum Schutz der Strände vor Erosion bei.
Nach Beobachtungen des Instituts gehen die Bestände in vielen Regionen immer weiter zurück. Als ein Problem nannte Miliou das Ankern von Booten direkt über den Seegraswiesen. In griechischen Gewässern seien tausende Boote unterwegs, die vielfach unkontrolliert ankerten. Das Institut setze sich gemeinsam mit Inselgemeinden dafür ein, mehr ausgewiesene Ankerplätze einzurichten.
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