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Mikroklima beeinflussen - So kühlen Sie Ihren Garten runter

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Mikroklima beeinflussen - So kühlen Sie Ihren Garten runter

An heißen Sommertagen kann sich ein Garten angenehm kühl anfühlen, während wenige Meter weiter die Hitze steht. Der Grund ist das Mikroklima, also kleine Klimazonen direkt am Boden. Wie stark sich einzelne Bereiche aufheizen oder abkühlen, hängt vor allem von Pflanzen, Wasser und versiegelten Flächen ab.

Besonders deutlich wird das auf Terrassen oder gepflasterten Wegen: Steine speichern die Wärme des Tages und geben sie noch lange nach Sonnenuntergang wieder ab. Unter einem Baum ist es dagegen oft spürbar angenehmer, obwohl die Lufttemperatur kaum niedriger sein muss. Entscheidend ist auch, wie viel Sonnenstrahlung den Körper direkt erreicht.

Bäume mit dichter Krone wie Eiche, Hainbuche oder Feldahorn wirken gleich doppelt, weiß myHOMEBOOK . Sie spenden Schatten und geben über ihre Blätter Wasser an die Umgebung ab. Bei dieser Verdunstung wird Wärme gebunden. Gleichzeitig gelten diese Arten als vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber längeren Trockenperioden.

Auch Hecken, Rasen und Bodendecker beeinflussen das Mikroklima. Hecken bremsen den Wind und helfen so, dass der Boden langsamer austrocknet. Sind sie jedoch zu dicht, kann sich dahinter Wärme stauen. Bleibt der Boden ausreichend feucht, können Pflanzen weiter Wasser verdunsten und damit zur Kühlung beitragen.

Wie groß die Unterschiede sein können, zeigte eine Messung im Münchner Prinz-Eugen-Park, über die der Bayerische Rundfunk berichtete. Auf einem gepflasterten Platz wurden im Schatten junger Bäume 25 Grad gemessen, wenige Schritte weiter in der Sonne 34 Grad.

Kies- und Schotterflächen heizen sich besonders stark auf. An Sommertagen erreichen sie laut Bericht 50 bis 60 Grad, teilweise sogar 70 Grad. Die gespeicherte Wärme strahlen sie anschließend bis in die Abendstunden wieder ab. Dunkle Materialien verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Auch Wasser verbessert das Mikroklima. Verdunstendes Wasser entzieht der Umgebung Wärme. Wer keinen Teich hat, kann mit einem kleinen Brunnen oder Wasserspiel zumindest einen begrenzten Effekt erzielen.

Mulch hält Feuchtigkeit länger im Boden. Begrünte Fugen zwischen Pflastersteinen und Kletterpflanzen an Wänden können ebenfalls dazu beitragen, dass sich Flächen weniger stark aufheizen. Wie viele Grad sich ein Garten insgesamt abkühlen lässt, lässt sich laut Experten nicht seriös beziffern. Entscheidend ist die Kombination mehrerer Maßnahmen.

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