Hauptsponsor pleite - Ostklub droht jetzt großes Finanzloch
Der FC Carl Zeiss Jena gewann am Mittwochabend verdient mit 1:0 gegen die VSG Altglienicke. Doch nicht das Tor von Timon Burmeister (15.) oder die vielen vergebenen Konterchancen waren DAS Thema bei den 5603 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld, sondern die Insolvenz des Hauptsponsors Autohaus König .
Der Auto-Händler aus Berlin mit 76 Standorten in Ostdeutschland und über 1200 Mitarbeitern ist seit Sommer 2025 auf der Brust des FCC – jetzt könnte die Partie gegen Altglienicke trotz Vertrags bis 2028 die letzte mit dem König-Logo gewesen sein.
Die Thüringer haben Kontakt mit dem Geldgeber aufgenommen, dort aber keine Informationen erhalten, wie es weitergeht. Deswegen gilt: „Sie bleiben vorerst auf der Brust, wir erfüllen unsere vertraglichen Pflichten“, sagt Dominik Hoffesommer von FCC-Vermarkter Elf5 gegenüber BILD.
Das Problem der Thüringer: Im Falle einer Insolvenz darf der Insolvenzverwalter bereits gezahltes Geld der vergangenen Monate zurückfordern. Alle Sponsoringleistungen seit dem 1. Juli stehen nun also auf dem Prüfstand. BILD weiß: Carl Zeiss hat die Rechnung für die erste Sponsorenrate bereits verschickt, bezahlt wurde sie aber nicht.
Neben der Werbung auf der Brust haben die Berliner aber auch weitere Bandenwerbung und andere Pakete gebucht. Das Gesamtpaket soll etwa 160.000 Euro betragen. Geld, das Carl Zeiss in dieser Saison wohl nicht sehen wird. BILD weiß: Im Hintergrund läuft bereits die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Denn das Geld wird dringend gebraucht. Noch immer arbeitet die Spielbetriebs GmbH defizitär, im Sommer mussten sechs Mitarbeiter der Geschäftsstelle gehen. Weitere Einsparmaßnahmen würden unausweichlich folgen.
Beim nächsten Spiel wird definitiv ein anderes Logo die FCC-Brust zieren. Denn am Sonntag steht das Landespokalspiel beim SC 03 Weimar an. Für diesen Wettbewerb hat die Zeiss-Elf grundsätzlich einen anderen Partner.
Doch schon danach wird's knifflig. Am Samstag, 12. September kommen die Hertha-Bubis ins Paradies. Bis dahin soll entschieden sein, ob die Thüringer weiterhin Gratis-Werbung für den Pleitehändler machen – oder schon einen neuen Partner als Retter organisiert haben.
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