Eilmeldung - Rumänischer Kampfjet schießt Sprengstoff-Drohne ab
Bukarest – Ein rumänischer Kampfjet hat laut Verteidigungsministerium eine mit Sprengstoff beladene Drohne abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen nahe der Gasplattform Neptun Deep im Schwarzen Meer. Nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruță entdeckte die rumänische Küstenwache die unbemannte Seedrohne nur wenige hundert Meter von der Anlage entfernt. Auf der Plattform arbeiteten zu diesem Zeitpunkt mehrere Hundert Menschen.
Die Bedrohung sorgte für Alarm in Bukarest. Laut dem Minister wurde im Verteidigungsministerium ein Krisenstab eingerichtet. Nach Abstimmung mit Präsident Nicușor Dan fiel schließlich die Entscheidung, die Drohne zu zerstören, um die Arbeiter und die kritische Infrastruktur zu schützen. Zwei rumänische F-16-Kampfjets stiegen daraufhin mit Schießerlaubnis auf. Die mit Sprengstoff beladene Seedrohne wurde nach Behördenangaben mit der Bordkanone eines Kampfjets abgeschossen.
Rumäniens Präsident Nicușor Dan (56) gratulierte anschließend den Piloten und der rumänischen Armee zum „Erfolg der Mission zur Zerstörung der Drohne“. Auch die Küstenwache lobte er für die „Schnelligkeit“, mit der sie die Gefahr gemeldet habe. Dan sprach von einer „gegen die Zeit laufenden Aktion“, bei der der „Schutz der Leben der Menschen“ auf der Plattform oberste Priorität gehabt habe. Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen Moskau. Er verurteile die „Intensivierung solcher unverantwortlicher Vorfälle seitens der Russischen Föderation“, erklärte der Präsident auf X.
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