Hamburg: Senat prüft neuen Standort für Naturkundemuseum
Das geplante Naturkundemuseum im halbfertigen Hamburger Elbtower sorgt weiter für Diskussionen. Statt in die HafenCity könnte die Einrichtung auch in einen leer stehenden Bürokomplex unweit des Hauptbahnhofs ziehen, berichtet das »Hamburger Abendblatt« . Das Immobilienunternehmen Büll & Liedtke habe »der Senatskanzlei ein konkretes Angebot zum Kauf des projektierten Museumsgebäudes unterbreitet«, sagte dessen geschäftsführender Gesellschafter Thorsten Testorp der Zeitung.
Die Kosten für Teile des Stadtkontors am Besenbinderhof bezifferte der Konzern auf 495 Millionen Euro. Damit wäre das schlüsselfertige Angebot 100 Millionen Euro günstiger als der Standort im Elbtower, den der Senat bislang anvisiert hatte. Büll & Liedtke hatte bereits in der Vergangenheit Interesse am Naturkundemuseum gezeigt, war aber zunächst nicht durchgedrungen.
Senatssprecher Christopher Harms sagte der Nachrichtenagentur dpa, das neue Angebot sei eingegangen und werde geprüft.
Hamburg hat sich in der Vergangenheit verpflichtet, ein modernes Naturkundemuseum zu eröffnen. Die Grünen in der Hansestadt halten das inzwischen für die falsche Priorität. »Es ist an der Zeit, umzusteuern: Wir können nicht bei Kitas, Schulen und Hochschulen um jeden Euro ringen und gleichzeitig knapp eine halbe Milliarde für ein großes Museumsprojekt ausgeben«, sagte der Fraktionsvorsitzende Michael Gwosdz. Auch das neue Angebot überzeugt ihn nicht: »100 Millionen Euro weniger machen aus einem sehr teuren Projekt noch lange kein Schnäppchen.«
4 Min Zur Merkliste hinzufügen Deutschlands größte Pannenbaustelle: Leichen im Keller 11 Min Zur Merkliste hinzufügen 11 Min Zur Merkliste hinzufügen Bauruine in Hamburg: Der Bauvorbescheid ist da, jetzt kann es beim Elbtower vorangehen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Am Elbtower ruhen nach der Pleite der Signa-Gruppe von René Benko seit Oktober 2023 die Bauarbeiten. Im vergangenen Jahr hatte der Senat erklärt, dass die Stadt dort das Naturkundemuseum unterbringen und dafür fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro übernehmen wolle.
Der Elbtower war mal Prestigeobjekt, jetzt ist er Ruine. Sollte man den Bau als Mahnmal des Scheiterns stehen lassen? Lesen Sie hier mehr .
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.