Gigantisches Datenleck: Facebook-Mutter Meta muss je 100 Euro an zwei Nutzer zahlen
Der Facebook-Mutterkonzern Meta ist mit einer Vielzahl von Klagen konfrontiert.
Drei Fälle hat das OLG München entschieden - finanziell Bagatellen, doch für den Konzern unerfreulich.
Das Münchner Oberlandesgericht hat den US-Konzern Meta wegen eines gigantischen Datenlecks im Jahr 2019 zur Zahlung von je 100 Euro Entschädigung an zwei bayerische Facebook-Nutzer verurteilt.
Außerdem soll das Unternehmen für künftige materielle Schäden aufkommen, die den beiden Klägern noch entstehen könnten.
Das teilte ein Sprecher des Gerichts nach der Verkündung der Entscheidungen in den beiden zivilrechtlichen Berufungsverfahren auf Anfrage mit.
Revisionen zum Bundesgerichtshof ließ der 36.
Senat nicht zu.
Daten einer halben Milliarde Nutzer gelangten in unbefugte Hände In einem dritten Fall wurde die Berufung des Konzerns gegen ein Urteil der ersten Instanz zurückgewiesen.
Die drei Verfahren haben eine lange Vorgeschichte: Von Januar 2018 bis September 2019 hatten unbekannte Täter eine Schwachstelle bei Facebook ausgenutzt und persönliche Daten von weltweit über einer halben Milliarde Nutzern kopiert.
Im Jahr 2021 waren diese Daten dann im Internet veröffentlicht worden.
In den in München verhandelten Fällen ging es nach Angaben des Gerichts um Vor- und Familiennamen, Telefonnummer, Geschlecht und Facebook Nutzer-ID.
In Deutschland sollen nach Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Justiz etwa sechs Millionen Menschen betroffen sein.
Die Klagen richteten sich gegen die europäische Meta-Gesellschaft in Irland.
Sammelklage vor dem OLG Hamburg Hundert Euro pro Fall sind für den Konzern sehr wenig Geld, doch könnte das Facebook-Datenleck für Meta in Zukunft noch erheblich teurer werden.
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