Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter vor Hitze am Arbeitsplatz schützen
Kosten des Klimawandels Wie Arbeitgeber für Hitzeschutz im Job sorgen können Stand: 28.08.2026 • 08:36 Uhr
Hitze ist ein Wirtschaftsfaktor - auch weil die Produktivität sinkt, wenn die Temperaturen über das erträgliche Maß steigen. Was Unternehmen tun können, um ihre Beschäftigten zu schützen .
Es sind angenehme 23 Grad Ende August in Berlin. Aber die Sonne knallt am Mittag die ganze Zeit auf das Dach der Produktionshalle des Berliner Druckcenters PIEREG. Das mittelständische Unternehmen mit ungefähr 60 Mitarbeitenden liegt in einem Gewerbegebiet im Stadtteil Mariendorf, also ein wenig außerhalb des Stadtzentrums.
Lena Partzsch, Universität Berlin, über Hitzeschutz in der Klimakrise tagesschau24, 20.08.2026 • 10:00 Uhr Im Konferenzraum wartet schon gut gelaunt Sven Regen, der Geschäftsführer. In dem fensterlosen Raum ist von der Sonne zwar nicht viel zu sehen, aber schon auf dem Weg in die Firma hat sich der Unternehmer über das gute Wetter gefreut, erzählt er: "Erstmal habe ich ein wohliges Gefühl, da Sonne bei mir direkt Energie auslöst. Und zweitens weiß ich natürlich, dass die Photovoltaikanlage auf dem Dach Sonne bekommt."
Und die Anlage auf seinem Dach produziert komplett für den Eigenbedarf der Druckerei, "so dass wir im Sommer dadurch 50 Prozent an Strom sparen können. Klar habe ich dann gute Laune", so Regen.
Draußen Hitzewelle, drinnen angenehme 24 Grad - ganz ohne klassische Klimaanlage. mehr
Als die Temperaturen in Berlin in diesem Sommer auf mehr als 40 Grad stiegen, wurde es natürlich auch in ihren Produktionshallen richtig warm. Die großen Druckmaschinen geben zusätzlich Wärme ab. Dennoch spürten sie einen Unterschied zu früher, denn als das Unternehmen 2019 die PV-Anlage bauen ließ, wurde direkt das komplette Dach mitsaniert: stärkere Dämmung, die alte Teerpappe runter, dafür eine helle, reflektierende Dachhaut rauf.
Allein deswegen sei es in der Halle "schon vier bis fünf Grad kühler". Sven Regen nennt das eine Symbiose aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Der ganze Dachausbau war für sie eine Investition, die natürlich viel Geld gekostet hat, die langfristig aber noch mehr Energie und damit auch Stromkosten sparen soll.
Die Schätzung der Organisation geht von wirtschaftlichen Schäden von mindestens 36 Milliarden Euro aus. mehr
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