Umstrittenes Verfahren: Gericht verurteilt Erdogan-Rivalen Imamoglu zu zwei Jahren Haft
Sein Urteil nimmt Ekrem Imamolgu bereits aus dem Hochsicherheitsgefängnis entgegen. Den abgesetzten Bürgermeister von Istanbul erwarten mehrere Jahre Haft. So soll der profilierte Imamoglu dem Langzeit-Präsidenten Erdogan nicht mehr gefährlich werden können.
Istanbuls abgesetzter Bürgermeister Ekrem Imamoglu ist in einem umstrittenen Gerichtsverfahren zu 25 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der bereits zuvor inhaftierte Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan wurde der Beleidigung eines Staatsbediensteten schuldig gesprochen, wie türkische Medien berichteten. Demnach belegte ihn das Gericht auch mit einem politischen Betätigungsverbot: Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde Imamoglu auch formal sein Amt verlieren und der Stadtrat von Istanbul die Möglichkeit bekommen, einen neuen Bürgermeister für die Millionenmetropole zu bestimmen.
Imamoglu ist der profilierteste Gegner von Langzeit-Präsident Erdogan und galt lange als aussichtsreicher Kandidat für dessen Nachfolge bei einem möglichen Wahlduell. Inwieweit er dem islamisch-konservativen Staatschef noch gefährlich werden kann, ist angesichts der vielen Ermittlungen, Prozesse und Urteile gegen ihn aber fraglich.
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