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Sexueller Missbrauch: Pfleger soll 24 Behinderte missbraucht haben - Anklage

Stern ·
Sexueller Missbrauch: Pfleger soll 24 Behinderte missbraucht haben - Anklage

Ein Hinweis aus den USA bringt die Ermittler auf die Spur eines mutmaßlichen Sexualstraftäters: Der Pfleger soll in drei Einrichtungen in Oberfranken behinderte Menschen missbraucht zu haben.

Ein Pfleger soll in Oberfranken jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben.

Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch im Internet den 33-Jährigen zum Landgericht Bayreuth angeklagt.

Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen für behinderte Menschen in den Landkreisen Hof, Bayreuth und Lichtenfels ereignet haben.

Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus, „die jeweils aufgrund ihrer schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen nicht in der Lage waren, die Straftaten zu ihrem Nachteil als solche zu erkennen und zu verstehen“.

Das Landgericht muss nun entscheiden, ob es zu einem Prozess kommt.

Für den Verdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

US-Erkenntnisse stoßen Ermittlungen an Ausgangspunkt der Ermittlungen war demnach ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.

Die Anklage wirft dem Heilerziehungspfleger unter anderem Herstellung und Besitz kinderpornographischer Inhalte, sexuellen Missbrauch von Kindern, Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen sowie Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen vor.

Der Deutsche soll Detailaufnahmen vom unbekleideten Intimbereich der Opfer, teils Kinder unter 14 Jahren, gemacht haben, um seine sexuellen Fantasien zu befriedigen.

In mehreren Fällen soll er die Pflegebedürftigen dabei berührt haben.

Tausende einschlägige Dateien entdeckt Im März durchsuchten Beamte die Wohnung des Mannes.

Auf sichergestellten elektronischen Speichermedien fanden sich den Angaben nach mehr als 38.000 kinderpornographische Bild- und über 600 kinderpornographische Videodateien.

Der 33-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

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