US-Militär lotst Tanker durch die Meerenge - USA öffnen „Hormus“- Geheimroute
Washington/Teheran – Die Straße von Hormus ist offenbar weniger blockiert als gedacht! Die USA kontrollieren zumindest eine südliche Route nahe der Küste Omans durch die für Ölexporte wichtigste Meerenge – und halten dort einen Schiffskorridor offen, berichten US-Medien. Pro Tag schaffen es demnach zwischen 15 und 20 Tanker durch die Geheimroute, meist bei Nacht. Sie transportieren bis zu zehn Millionen Barrel Rohöl – bereits etwa die Hälfte der Vorkriegsmenge, als in der Meerenge noch freie Schifffahrt möglich war.
Damit scheint die bisherige „Hormus-Bombe“ für die globale Energieversorgung zumindest teilweise entschärft. Das US-Militär lotst über den Schleichweg zunächst leere Tanker in den Golf. Anschließend sichern amerikanische Streitkräfte auch deren Ausfahrt ins Arabische Meer – vollbeladen mit Exportöl aus den Golfstaaten. „Wir kontrollieren die südliche Route“, sagte ein US-Offizieller dem Polit-Portal „Axios“. Teheran könne die nächtlichen Operationen zwar stören, habe aber keine Kontrolle über die Straße von Hormus.
Teilweise sei das Mullah-Regime dort inzwischen „blind“. Frühere US-Luftangriffe hätten iranische Radar- und Seeüberwachungssysteme ausgeschaltet oder schwer beschädigt, so der Report. Und auch viele Schnellboote der Revolutionsgarden, mit denen Schiffsbewegungen überwacht wurden, seien zerstört worden. Deshalb feuert der Iran oft nur noch grob auf Gebiete, in denen Tanker vermutet werden. Die USA fangen viele Angriffe ab: Es sollen allein zu Wochenbeginn acht Drohnen und zwei Marschflugkörper abgeschossen worden sein.
Koordiniert werden die Einsätze von Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina. Eine militärische Sondergruppe erstellt dort täglich Listen und Zeitfenster für ein- und auslaufende Schiffe. Die Öffnung des Korridors gilt inzwischen als einer der ersten greifbaren Erfolge für Donald Trump (80). Der US-Präsident sprach von einer „gewaltigen Menge Öl“, die wieder verschifft werde. In einzelnen Nächten sollen sogar bis zu 20 Millionen Barrel durch die Meerenge gekommen sein. Trump zeigt sich entsprechend siegessicher: Weitere Verhandlungen mit dem Mullah-Regime seien, wie er sagte, reine „Zeitverschwendung“.
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