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Waldbrand im Hohen Venn: Bewohner in Monschau müssen vor Flammen und Rauch fliehen

Die Zeit ·
Waldbrand im Hohen Venn: Bewohner in Monschau müssen vor Flammen und Rauch fliehen

Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nähert sich weiter der Stadt Monschau an der Grenze zu Belgien. Am späten Abend mussten dort rund 30 Bewohner ihre Häuser verlassen . Die Flammen stünden nur noch rund 300 Meter vor den Gebäuden in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg, sagte Monschaus Feuerwehrsprecher Tobias Schell.

Die Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht, um die gefährdeten Häuser vor den Flammen zu retten. »Zwischen dem Feuer und den Häusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getränkt haben«, sagte Schell. Im Minutentakt fuhren in der Nacht Transporter mit Wassertanks durch Kalterherberg, das zu Monschau gehört, ins Einsatzgebiet. Das Wasser müsse von der Talsperre Perlenbach herbeigeschafft werden. Einige Menschen applaudierten jedem vorbeifahrenden Einsatzfahrzeug.

In einer Schule wurde eine Notunterkunft für die Bewohner eingerichtet, die ihre Häuser verlassen mussten. Die meisten seien jedoch bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte der stellvertretende Bürgermeister Franz-Karl Boden.

Unterdessen kämpft auch die Feuerwehr in Belgien weiter gegen die Brände . Allerdings gestalten sich die Löscharbeiten dort schwierig. Besonders zu schaffen macht den Einsatzkräften das zerklüftete Gelände im Naturschutzgebiet Hohes Venn sowie die ständig drehenden Winde. Zudem befinden sich in der Region ausgedehnte Torfmoore, die zum Teil bereits von den Bränden erfasst wurden. Das erschwert die Brandbekämpfung zusätzlich, weil sich die Glutnester teils unter der Erde befinden. Es werde Wochen dauern, bis die glimmenden Torfschichten vollständig gelöscht seien, sagte Schell.

Seit gestern sind auch deutsche Einsatzkräfte aus der Region Aachen zur Unterstützung in Belgien . Andere europäische Länder schickten ebenfalls Hilfe. Aus den Niederlanden sind zwei Löschhubschrauber im Einsatz sowie zwei Löschflugzeuge aus Schweden, schrieb der belgische Innenminister Bernard Quentin auf X. Auch Feuerwehrleute aus Luxemburg unterstützten bei der Brandbekämpfung. Die belgischen Streitkräfte stellten sechs Löschfahrzeuge und einen Tankwagen zur Verfügung, teilte Verteidigungsminister Theo Franken mit. Mit einem betroffenen Gebiet von rund 3.000 Hektar, ist der Waldbrand der größte in der Geschichte Belgiens.

Im Hürtgenwald in NRW hat die Feuerwehr die Flammen inzwischen unter Kontrolle gebracht . Dort hatten rund 2.000 Bewohner des Ortsteils Gey der Gemeinde Hürtgenwald am Freitag ihre Häuser verlassen müssen. Seit Samstagabend können sie jedoch wieder zurückkehren.

Die Löscharbeiten dort dauern jedoch weiter an. Bis alles endgültig gelöscht sei, werde noch einige Zeit vergehen, teilte Dürens Landrat Ralf Nolten mit. Die Zahl der Einsatzkräfte sei deutlich reduziert worden. Ein Aufklärungshubschrauber mit Wärmebildkamera beobachte aber nach wie vor, ob sich die vereinzelten Glutnester auf dem 300 Hektar großen Areal wieder entzünden. Zwei Löschhubschrauber blieben ebenfalls im Einsatz.

Auch in Gebhardshain im Westerwald mussten Anwohner um ihre Häuser fürchten. Bis auf 20 Meter nährten sich dort die Flammen eines Waldbrandes den ersten Gebäuden.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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