Erneuerbare Energie: See-Windparks wollen mit Einspeiseverzicht Geld verdienen
Die Regelreserve gleicht Stromerzeugung und -verbrauch aus.
Betreiber und Vermarkter von Windkraftanlagen nehmen auf dem Markt bislang eine untergeordnete Rolle ein.
Das könnte sich ändern.
Betreiber von Windparks auf See drängen neuerdings auf den Markt für Regelreserve, die Schwankungen von Stromerzeugung und -verbrauch ausgleicht.
Nach Einschätzung von Netzbetreibern und Versorgern können Windparks nach einer Qualifizierung zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.
Die Aufgabe übernehmen üblicherweise Pumpspeicherkraftwerke, Gaskraftwerke und Batteriespeicher.
Der Beitrag der Windkraft ist noch verschwindend gering, wie Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen.
Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, der für das Netz im Nordosten des Landes an der Ostsee zuständig ist, berichtete, es befänden sich mehrere Windparks auf See in der sogenannten Präqualifizierungsphase.
Dabei überprüft 50Hertz, ob die Windparks die Anforderungen erfüllen. „Das Interesse, am Regelleistungsmarkt teilzunehmen, steigt“, teilte ein Sprecher mit.
Regelreserve ist ein Überbegriff.
Regelleistung beschreibt die Vorhaltung von Leistung zur Systemstabilisierung.
Regelarbeit ist die aktivierte Energiemenge.
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet, der für die Nordsee zuständig ist, teilte mit: „Wir beobachten ein steigendes Interesse von Windparkbetreibern am Regelreservemarkt.“ Das gelte auch für den Offshoremarkt.
Vattenfall und Trianel vermarkten Regelenergie Wie es vom Energieversorger Vattenfall heißt, vermarktet das Unternehmen nun erstmals Regelenergie auf hoher See.
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