Trotz Terror-Anklage - Höcke will Neonazis in AfD zurückholen
Berlin – AfD-Rechtsaußen Björn Höcke (54) will drei Parteimitglieder zurückholen, denen aktuell ihre Mitgliedsrechte entzogen sind. Grund für den Entzug: Die drei sollen der Neonazi-Terrorgruppe „Sächsische Separatisten“ angehören – und stehen deshalb aktuell vor Gericht. Das berichtet die „FAZ“.
Laut Bundesanwaltschaft soll die Gruppe mit dem Zusammenbruch Deutschlands gerechnet haben. Anschließend sei es ihr Plan gewesen, Teile Sachsens mit Waffengewalt zu erobern und einen NS-Staat zu errichten. Am 5. November 2024 nahm die Bundesanwaltschaft acht mutmaßliche Mitglieder fest – drei von ihnen AfD-Mitglieder. Der AfD-Vorstand entzog den drei betroffenen Parteimitgliedern daraufhin mit sofortiger Wirkung die Mitgliedsrechte – über einen endgültigen Ausschluss soll ein AfD -Landesschiedsgericht entscheiden.
Höcke findet das falsch. Er beruft sich auf die Unschuldsvermutung. Die „FAZ“ zitiert ihn aus einer Rede aus dem Jahr 2025: „Es war eine Fehlentscheidung meiner Partei, dass man die AfD-Mitglieder der sogenannten ,Sächsischen Separatisten' in vorauseilendem Gehorsam mit Parteiordnungsmaßnahmen überzogen hat.“ Er wolle sich dafür einsetzen, dass das rückgängig gemacht wird. Heißt: Höcke will Neonazis in die AfD zurückholen.
Höckes Verbündeter im AfD-Bundesvorstand, Stefan Möller (51), lässt ihn gewähren. Er werde den Strafprozess gegen die drei AfD-Mitglieder ergebnisoffen abwarten. Zu BILD sagt er: „Ich werde das Parteiordnungsverfahren ruhen lassen bis zur letztinstanzlichen Entscheidung.“ Bedeutet: Solange das Gericht kein Urteil gefällt hat, will die AfD nicht gegen die als Rechtsterroristen angeklagten Mitglieder vorgehen.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.