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Familie bangt um Eigentum - „Wenn die Flammen kommen, müssen wir schnell weg.“

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Familie bangt um Eigentum - „Wenn die Flammen kommen, müssen wir schnell weg.“

Monschau (NRW) – Das große Haus steht idyllisch mitten im Wald, nur ein Kiesweg führt zu dem Gebäude. Es liegt zehn Meter hinter der belgisch-deutschen Grenze in der Eifel. Es ist heute das gefährdetste Wohnhaus in Monschau. Denn wenn das Feuer aus dem Hohen Venn nach Deutschland übergreift, brennt dieses Haus als allererstes!

Hier in Geisberg wohnen Albert Sawatzki (70) und seine Elsa (67) seit 17 Jahren. Doch so etwas haben sie noch nie erlebt. Albert Sawatzki zu BILD: „Hier herrscht kompletter Ausnahmezustand. Wir haben schon unsere Klamotten gepackt, auch Bettzeug liegt im Auto für den Notfall. Denn wenn die ersten Flammen über den Berg kommen, dann müssen wir ganz schnell weg! In wenigen Minuten. Das Venn ist unberechenbar!“

Der Rentner macht sich Sorgen, dass er und seine Frau nachts von dem Feuer überrascht werden könnten. „Das hier ist unsere Existenz, ich kann und will nicht noch mal von vorne anfangen. Und wenn die Flammen erstmal die Büsche und Bäume hinterm Haus erreicht haben, entsteht hier am Hang ein regelrechter Feuersturm. Ich befürchte: Wenn’s einmal übergreift, ist unser Haus nicht mehr zu retten.“

Das erste Haus vorm Waldbrand liegt auf deutscher Seite, man kann es aber nur über Belgien erreichen, die belgische Polizei hat dort schon alles abgeriegelt. „Das ist zwar ein Steinhaus, aber wenn die erste Scheibe platzt, läuft das Feuer nach innen. Und dann brennen in Sekunden die 120 Quadratmeter Wohnfläche.“

Es macht Albert Sawatzki sichtlich nervös, dass das Knattern der Löschhubschrauber immer näher kommt und der Rauch und Geruch wieder stärker werden. „Das geht die ganze Zeit so, man hört und riecht, dass der Waldbrand näher kommt. Das Feuer ist so tückisch, weil im Venn die Torfschicht bis zu sechs Meter dick ist, das kann da monatelang unterirdisch weiterglimmen. Und immer wieder neu ausbrechen.“

Die Bauern der umliegenden Felder oberhalb des Hauses wollen das Paar aber nicht im Stich lassen. Sie haben mehrere Tankwagen und große Löschpools mit 5000 Liter Wasser bereitgestellt, überall liegen Schläuche bereits ausgerollt, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Ein Bauer: „Aktuell legt das Feuer 70 Meter in der Stunde zurück, wir sind noch 1800 Meter entfernt. Wir hoffen einfach, dass die Flammen diese Strecke nicht schaffen, weil die Löschhubschrauber den Brand vorher eindämmen.“

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