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Es geht um Rechnungen - Gegen Papierkram! GEZ verschickt 4,5 Millionen Briefe

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Es geht um Rechnungen - Gegen Papierkram! GEZ verschickt 4,5 Millionen Briefe

Berlin – Die GEZ hat Millionen Briefe verschickt. Ziel: weniger Briefe ... Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio versendet derzeit massenhaft Post. Darin wird den Kunden mitgeteilt, dass sie künftig keine Zahlungsaufforderungen mehr erhalten.

Die Änderung betrifft alle, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk keine Einzugsermächtigung erteilt haben. Bisher bekamen diese Haushalte einmal im Quartal eine Erinnerung, exakt 55,08 Euro zu überweisen. Das fällt jetzt weg.

Die ehemalige Gebühreneinzugszentrale (GEZ) begründet den Schritt mit „Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit“. Durch den geringeren Papierverbrauch würden Ressourcen geschont, der Kunde habe weniger „Papierkram“. Ein Sprecher zu BILD: „Geplant ist die Einsparung von circa sechs Millionen Briefen jährlich.“ Um das zu erreichen, habe man bereits 3 Mio. Info-Briefe verschickt, weitere 1,5 Mio. sollen folgen.

Die Änderung birgt auch eine Gefahr. Dr. Harald von Herget (63), Vorsitzender des Bundes der Rundfunkbeitragszahler: „Wenn die Erinnerungen wegfallen, werden viele die Zahlung vergessen. Dann drohen jedes Mal 8 Euro Säumniszuschlag.“ Der GEZ-Kritiker hält das Rundfunkbeitragsgesetz für inakzeptabel, sagt: „Der Bürger kann sich gegen die Beitragspflicht nicht wehren, ohne säumig zu werden. Das ist ein Fehler im Gesetz.“

Die Verbraucherzentrale Brandenburg empfiehlt, sich ins Unvermeidliche zu fügen und der GEZ ein Lastschriftmandat zu erteilen. Dazu sind derzeit 13,6 Millionen Haushalte und Unternehmen nicht bereit, das entspricht 29 Prozent aller Beitragszahler. Beraterin Silke Vollbrecht zu BILD: „Anders als bei einer Selbstzahlung können Lastschriften innerhalb von acht Wochen zurückgebucht werden.“

Auf der Rückseite ihres Schreibens weist die GEZ darauf hin, dass die Quartalszahlungen „jährlich wiederkehrend“ zu zahlen seien. Dies gelte bis zu einer neuen Nachricht. ARD und ZDF hätten gern noch mehr Geld, die zuständige Finanzkommission empfiehlt eine Beitragserhöhung um 28 Cent auf 18,64 Euro je Monat . Die ursprüngliche Forderung (18,94 Euro) lag noch höher, wurde von der Politik jedoch abgelehnt.

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