Union-Torwart Raab - So war das mit meiner Hand-Verletzung
Matheo Raab (28) feierte im DFB-Pokalspiel in Braunschweig (4:2) sein überraschendes Comeback im Union-Tor nach Handbruch. Am Samstag (15.30 Uhr) starten die Eisernen in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt in die neue Saison. Zuvor spricht Raab über...
... seine Chancen, weiter im Tor zu stehen: „Wir haben vor dem DFB-Pokal gesprochen, da haben der Trainer und Torwarttrainer uns die Entscheidung mitgeteilt, wie wir starten. Da habe ich einfach volles Vertrauen gespürt und er hat mir signalisiert, dass er dieses Vertrauen hat. Wir haben noch nicht über Frankfurt gesprochen. Aber ich gehe davon aus, dass das jetzt keine einmalige Entscheidung war.“
... die längerfristige Perspektive: „Ich bin zu Union gekommen, um perspektivisch die Nummer 1 zu werden. Das hat der Verein mir auch so mitgeteilt. Dafür gebe ich jeden Tag alles. Das habe ich in meinen vorherigen Stationen auch schon gemacht. Ich will spielen, ich will im Tor bleiben – das ist beidseitig klar. Den Rest wird man dann sehen.“
... seine Hand-Verletzung und die Zeit danach : „So viele gemischte Gefühle hatte ich noch nicht so häufig in meinem Leben. Dieses Hoch, sein Bundesliga-Debüt zu geben und den Sieg kurz vor Schluss gerettet zu haben. Das war wie ein Traum. Ein Tag später, wenn das Adrenalin abgesackt ist und wieder ein klarer Kopf herrscht, stehen erst mal ein paar Wochen oder Monate Reha an … da fällt man ein bisschen ab.“
... das Freiburg -Spiel in der vergangenen Saison: „Durch den Kopf ist mir nur gegangen, dass ich nicht raus will, und es gehen muss. Tom Rothe wollte mir schon die Handschuhe von den Händen reißen. Der stand die ganze Zeit neben mir und hat nur darauf gewartet, hatte ich das Gefühl. Da dachte ich nur so: ,bleib mal ruhig jetzt’. Unabhängig davon, dass wir nicht mehr wechseln konnten, wollte ich mir das auch nicht nehmen lassen. Durch meine Vergangenheit bin ich schmerzresilient und kann mich da durchziehen. Das spiegelt ein wenig meine Karriere wider, dass ich mich durch Widerstände durchbeiße.“
... den Moment, als er sich verletzt hat: „Ich habe es knacken gehört und hatte Schmerzen beim Handschuhe aus- und wieder anziehen. Aber ich habe auf das Gute gehofft. Es war mir in dem Moment nicht klar, dass es so ist, aber mir war klar, dass ich in der Woche nicht im Training oder beim nächsten Spiel im Kasten stehen werde.“
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