Medienbericht: Warum Russen massenhaft ihre Konten plündern
Kremlchef Wladimir Putin muss für seinen Krieg gegen die Ukraine sehr viel Geld heranschaffen.
In Russland räumen deshalb jetzt offenbar viele Menschen ihre Konten leer.
In Russland heben die Menschen seit Monaten große Mengen an Bargeld von ihren Konten ab, wie die „Washington Post“ berichtet.
Grund sei die Angst der Russen, dass der Kreml ihre Vermögen einzieht, um den immens teuren Ukrainekrieg weiterhin finanzieren zu können.
Denn der wird nicht nur kostspieliger, weil er kein Ende nimmt, sondern auch, weil die russische Armee ihre Angriffe mit Drohnen und ballistischen Raketen zuletzt intensiviert hat.
Das treibt die ohnehin schon gewaltigen Ausgaben noch einmal in die Höhe.
Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Angaben der russischen Zentralbank.
So sollen russische Bankkunden allein in den ersten beiden Augustwochen umgerechnet fast drei Milliarden Euro (286,4 Milliarden Rubel) abgehoben haben.
Im Juli sollen es 6,29 Milliarden Euro gewesen sein, im Juni 3,87 Milliarden Euro.
Abfluss von Geld führt zu Liquiditätsproblemen Laut einem leitenden Manager der Sberbank, Russlands größter Privatbank, könnte die Summe in diesem Jahr fast doppelt so hoch ausfallen wie im ersten Jahr des Krieges 2022.
Damals brachten die Russen insgesamt 20,6 Milliarden Euro (zwei Billionen Rubel) in Sicherheit.
Für die russische Wirtschaft ist das ein Problem, weil das massenhafte Abheben zu Liquiditätsproblemen führt.
Zusätzlich belasten zahlreiche Kredite das Finanzsystem.
Die russische Regierung hat die Zentralbank dazu gedrängt, das Kreditvolumen stark zu erhöhen, um Rüstungsfirmen zu finanzieren und Geld in die geschwächte Wirtschaft zu pumpen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.