„Ich nehme das wahr“ - So geht Köln-Coach Wagner mit dem Druck um
Köln – Dieses Spiel ist so verdammt wichtig für Köln und vor allem Trainer René Wagner (38)! Nach drei Sieglos-Auftritten soll im Derby gegen Gladbach (Sonntag, 15.30 Uhr, DAZN) endlich die Wende her. Zudem will Wagner, der seit Wochen von den Fans in den sozialen Netzwerken kritisiert wird, mit einem Erfolg endlich sein Image aufpolieren.
Der Trainer selbst hat längst mitbekommen, was die Fans von ihm halten. „Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr. Es ist derzeit auch relativ schwer, das nicht wahrzunehmen. Ich nehme das wahr, es darf keine Rolle spielen für mich“, sagt Wagner vor dem Derby. Und erklärt, wie er mit dem Druck umgeht: „Wenn ich mich davon beeinflussen lassen würde, würde es meinen Job nicht einfacher machen. Ich muss mich davon lösen, weil ich mir dessen bewusst bin, dass diese Stimmen auftauchen. Das ist auch okay.“
Und weiter: „Meine Aufgabe ist es, mit der Mannschaft Punkte zu holen. Darauf konzentriere ich mich. Nichts anderes zählt für mich. Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern habe mit den Menschen, die verantwortlich sind. Und da gibt es diese Stimmen nicht. Das ist mir ganz wichtig.“
Fest steht: Im Derby geht es nicht um seinen Job. Die Bosse vertrauen dem Coach und machen seine Zukunft nicht von diesem Spiel abhängig (BILD berichtete). Allerdings will die FC-Führung einen sportlichen Fortschritt und eine leidenschaftlich kämpfende Mannschaft sehen.
Wie will Wagner das Spiel gewinnen? Klare Ansage vom Coach: „Wir werden Vollgas geben. Wir wollen das Spiel gewinnen und dafür sorgen, dass Gladbach weiter null Punkte hat!“
Wie sollen die Ausfälle der Stürmer Thijs Dallinga (26/Kreuzbandriss) und Ragnar Ache (28/Muskelverletzung) aufgefangen werden?
Wagner: „Wir haben einen breiten Kader. Es gibt Jungs, die für solche Situationen da sind. Bülti ist eine Option, auch Said hat da schon gespielt.“ Wahrscheinlich ist, dass Marius Bülter (33) als Stoßstürmer aufläuft, El Mala wie gewohnt auf dem linken Flügel für Druck sorgt.
Große Hoffnungen setzt Wagner vor allem in El Mala . Kölns Star-Spieler hatte zuletzt sein Länderspieldebüt gefeiert, war gegen Serbien und in Griechenland zum Einsatz gekommen. Wagner: „Said hat gespürt, wie schön es ist, für das eigene Land zu spielen. Er kam mit viel Stolz zurück. Ich glaube, diese Erfahrung macht ihn noch besser als Spieler. Es ist wichtig, dass er dabei ist.“
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