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Archäologie: Königspfalz Helfta: Weiteres Gebäude aus dem 10. Jahrhundert

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Archäologie: Königspfalz Helfta: Weiteres Gebäude aus dem 10. Jahrhundert

Wo einst Otto der Große und sein Sohn Otto II. residierten, ergänzen jetzt Funde das Bild der einstigen Königspfalz.

Was entdeckten Archäologen? Die ehemalige Königspfalz bei Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) gibt weitere Geheimnisse preis.

Bei Ausgrabungen haben Archäologen ein Steingebäude aus dem 10.

Jahrhundert freigelegt. „Damit erweist sich der Ort einmal mehr als Brennpunkt der Landesgeschichte“, sagt Projektleiter Felix Biermann. „Hier gab es über viele Jahrhunderte hinweg ein reges wirtschaftliches Leben und prunkvolle Herrschaftsrepräsentation.

Das neu entdeckte Gebäude gehört zu den ältesten profanen Steinbauten landesweit.“ Aufenthalte Ottos des Großen (912-973) und seines Sohnes Otto II. (955-983) auf der Königspfalz Helfta seien historisch belegt.

Gästehaus oder Sitz des Burggrafen Der etwa neun mal fünf Meter große Bau mit Keller und gut erhaltener Zugangstreppe ergänzt das repräsentative Zentrum der Pfalz aus der Zeit der Ottonen.

Das neu entdeckte Gebäude liegt neben dem bereits identifizierten steinernen Palast.

Zusammen mit einer Kirche aus derselben Zeit bildete es nach Einschätzung der Archäologen ein repräsentatives Ensemble, das den Herrschaftsanspruch der Könige demonstrierte.

Vermutet wird, dass der Bau ein Gästehaus für das adelige Gefolge gewesen sein könnte.

Denkbar wäre auch, dass sich dort der Sitz eines Burggrafen befand, der die Anlage während der Abwesenheit des Herrschers verwaltete.

Zudem wurde eine mit Steinen befestigte Terrasse freigelegt.

Sie könnte als repräsentatives Podest im Innenhof gedient haben, möglicherweise auch für Versammlungen unter freiem Himmel.

Alltagsgegenstände und Silbermünzen Außerdem wurden Überreste von Befestigungsanlagen, Wohnhäusern und Werkstätten freigelegt.

Ebenso konnten in der südöstlichen Vorburg erneut zahlreiche sogenannte Grubenhäuser untersucht werden.

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