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Folgen des Ukraine-Kriegs: Energiehilfen kosteten Staat mehr als 50 Milliarden Euro

Stern ·
Folgen des Ukraine-Kriegs: Energiehilfen kosteten Staat mehr als 50 Milliarden Euro

Erst griff Russland 2022 die Ukraine an, dann brachen nach und nach die Gaslieferungen weg.

Wie die Bundesregierung damals Bürger und Unternehmen unterstützte - und was wie viel kostete.

Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben die Bundesregierung rund 50,4 Milliarden Euro gekostet.

Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltspolitikers Sebastian Schäfer hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Das Geld floss in die Entlastung von Verbrauchern und die Stabilisierung der Märkte. „Brandmauer“ gegen Preise und „Doppelwumms“ Die Ampel-Regierung aus SPD , Grünen und FDP reagierte damals auf die massiv gestiegenen Energiepreise.

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einer „Brandmauer gegen hohe Preissteigerungen“, Kanzler Olaf Scholz (SPD) nannte das Paket mit Energiepreisbremsen sowie Unternehmenshilfen einen „Doppelwumms“.

Moskau war lange ein wichtiger Gas- und Öllieferant für Europa gewesen, doch nach dem Überfall auf die Ukraine und der Unterstützung westlicher Politiker für das Land verschlechterten sich die Beziehungen.

Russland drosselte die Gaslieferungen über den Sommer immer weiter, bis es im September 2022 zum Lieferstopp über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 kam.

Größter Posten Strompreisbremse Den größten Posten machte der aktuellen Auskunft zufolge die Ende 2022 beschlossene Strompreisbremse mit 16,3 Milliarden Euro aus.

Damit sicherte der Staat Haushalten und kleineren Unternehmen 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs zu einem garantierten Bruttopreis von 40 Cent pro Kilowattstunde.

Für Industriekunden lag die Grenze bei 13 Cent für 70 Prozent des bisherigen Verbrauchs.

Die Strompreisbremse wurde durch eine Abschöpfung der Erlöse etwa von Ökostrom-Produzenten mitfinanziert, die stark von hohen Preisen profitiert hatten.

14,3 Milliarden Euro für die Gaspreisbremse Für die Gaspreisbremse gab der Bund 14,3 Milliarden Euro aus.

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