Eisschnelllauf: Streit um Erfurter Stützpunkt: Nächste Runde im Machtkampf
Erfurt bleibt bis 2030 Bundesstützpunkt im Eisschnelllauf.
Doch damit ist der Streit nicht erledigt.
Der Verband aus Thüringen sieht den Standort in einer entscheidenden Frage bedroht.
Der Machtkampf zwischen der Deutschen Eisschnelllauf - und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) und dem Thüringer Eis- und Rollsportverband (Terv) geht weiter.
Der Terv wies eine Darstellung des DESG-Präsidiums zu Gerichtsentscheidungen und zur Zukunft des Bundesstützpunkts Erfurt zurück.
Die DESG hatte zuvor mitgeteilt, dass Erfurt neben Berlin, Chemnitz, Dresden und Inzell bis Ende 2030 als Bundesstützpunkt anerkannt bleibe.
Damit sieht der Verband „die Behauptung, das DESG-Präsidium wolle den Bundesstützpunkt Erfurt schließen“, als widerlegt an.
Der Terv hält seine Kritik jedoch aufrecht.
Dem Landesverband sei es in seiner Kritik nie um eine mögliche Schließung des Standorts gegangen, sondern um dessen geplante Herabstufung innerhalb der Stützpunktstruktur. „Es geht uns darum, dass Erfurt degradiert werden soll zum Nachwuchslieferanten für Inzell und Berlin“, sagte Terv-Präsident Michael Schneider der Deutschen Presse-Agentur. „Der stärkste Standort im Eisschnelllauf soll zukünftig der Wasserträger für Inzell und Berlin sein.“ Unterschiedliche Bewertungen Jüngste Gerichtsentscheidungen in dem Streit, die von der DESG als Erfolg für sich verbucht wurden, bewertete Schneider zudem deutlich anders.
Tags zuvor hatte die DESG in einem Schreiben die für Samstag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung kurzfristig abgesagt und auf den 13.
Februar 2027 terminiert.
Hintergrund sind laut Pressemitteilung ausstehende Entscheidungen der Fördermittelgeber zur geplanten Strukturreform sowie ein Rechtsstreit mit dem Terv.
Schneider will keine Zeit verlieren Schneider kündigte einen neuen Anlauf für eine außerordentliche Mitgliederversammlung an.
Dafür will der Verband die Unterstützung von mindestens einem Viertel der DESG-Mitglieder gewinnen.
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