Nach Pfiffen gegen Reese - Erst Umarmung von Mama, dann eine Pizza für Reese
Dieses Spiel war eine harte Prüfung für Fabian Reese (28). Nach seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg kehrte der Topstar am Montagabend erstmals nach Berlin zurück. Dort wurde er beim Pokalspiel seiner Wölfe gegen die VSG Altglienicke von Teilen der 5000 Fans im Amateurstadion (hier spielt sonst Herthas U23) bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Besonders laut wurde es, als Reese zum Elfmeterschießen antrat – und prompt verschoss.
Nach dem Spiel wurde Reese von Mutter Corinna fest in den Arm genommen, seine Verlobte Johanna gab ihrem Liebsten einen Kuss und atmete tief durch. Am Ende war der Topspieler der 2. Bundesliga mit dem Schrecken davongekommen. Weil Wolfsburgs Torhüter Jakub Zielinski (18) direkt nach Reeses Fehlschuss zwei Elfmeter parierte, kamen die Wölfe mit 9:8 nach Elfmeterschießen doch noch weiter.
Stellt sich die Frage: Was passiert, wenn Reese Anfang November mit Wolfsburg ins Olympiastadion zurückkehrt? Nach der Verkündung des Wechsels vor 70 Tagen hatte der ehemalige Liebling der Hertha -Fans viel Kritik in den sozialen Netzwerken einstecken müssen. Teilweise weit unter der Gürtellinie. Das hat Reese, der drei Jahre lang Herthas bester Spieler war, absolut nicht verdient. Zumal Hertha die Transfereinnahmen von 8 bis 9 Mio. Euro dringend zum Überleben brauchte.
Sein Mitspieler und Ex-Herthaner Bence Dardai (20) sagt über die Pfiffe gegen Reese: „Fabi kann damit umgehen, er ist stark genug.“ Reese wollte sich nach dem Spiel nicht über seine Berlin-Rückkehr äußern. Freundlich schlenderte er mit einer Pizza in den Händen Richtung Mannschaftsbus. Auf dem Weg dorthin erfüllte er Selfie- und Autogrammwünsche der wartenden Fans. Die Rufe einiger Störer blendete er aus. Nicht das erste Mal an diesem Abend.
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